NewsVermischtesNorovirus wird nach Abklingen der Symptome weiter ausgeschieden
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

Norovirus wird nach Abklingen der Symptome weiter ausgeschieden

Donnerstag, 22. Dezember 2016

Hamburg – Nach einer Infektion mit dem Norovirus sollten Patienten nicht zu schnell wieder in ihren Alltag starten und weiterhin auf sorgfältige Hand- und Toilettenhygiene achten. Darauf hat die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) hingewiesen.

Im Augenblick nehmen die Infektionen mit dem Virus wieder zu. Im Jahr 2015 wurden mehr als 89.000 Fälle beim Robert Koch-Institut registriert, zum Großteil in den Winter­monaten Januar bis März. Dabei umfasst die Zahl nur Fälle, bei denen das Magen-Darm-Virus durch eine Laboruntersuchung nachgewiesen wurde. Die tatsächliche Fallzahl liegt laut der Fachgesellschaft deutlich höher.

„Die banalste, aber dennoch wichtigste Maßnahme, um das Risiko einer Ansteckung zu verringern, ist häufiges und gründliches Händewaschen“, erläutert der DGVS-Experte Ansgar Lohse, Direktor der I. Medizinischen Klinik und Poliklinik des Universitäts­klini­kums Hamburg-Eppendorf.

Anzeige

Grund dafür ist, dass der Virus entweder durch den direkten Kontakt mit Erkrankten oder indirekt durch verschmutzte Oberflächen, mit denen ein Erkrankter Kontakt hatte, übertragen wird.

Laut der DGVS ist es in den meisten Fällen sinnvoll, zu Hause abzuwarten, bis Durchfall und Erbrechen abgeklungen sind. Erkrankte sollten dabei möglichst wenig Kontakt zu anderen haben. Bestenfalls sollten sie auch separate Toiletten verwenden, auf jeden Fall aber separate Handtücher und Hygieneartikel.

„Kinder unter fünf und ältere Menschen ab 70 haben ein erhöhtes Risiko für schwere Verläufe“, erläutert Lohse. Wenn Angehörige oder Pflegende feststellten, dass sich der Allgemeinzustand eines Patienten verschlechtere, sollten sie medizinische Hilfe suchen. Wichtig dabei sei die Voranmeldung in der Klinik oder der Praxis – denn Erkrankte sollten, soweit möglich, isoliert werden, damit sich das Virus nicht weiter ausbreitet, so die DGVS. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

23. September 2019
Berlin – Säuglinge, die gegen Gelbfieber geimpft sind, benötigen möglicherweise noch eine Auffrischungsimpfung. Das zeigt eine Studie des Robert-Koch-Instituts (RKI) und Forschern aus Frankreich, USA,
Gelbfieberimpfung im Säuglingsalter muss wahrscheinlich aufgefrischt werden
18. September 2019
New York/Berlin – Ein Gremium der Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) und der Weltbank hält die weltweiten Vorsichtsmaßnahmen gegen eine Pandemie für „völlig unzureichend“. „Es ist schon längst an der
WHO und Weltbank: Welt unzureichend auf globale Epidemien vorbereitet
16. September 2019
Kiel – Veränderungen des Darmmikrobioms bei Typ-2-Diabetes hängen vor allem mit Übergewicht und der Einnahmen von Nahrungsergänzungsmitteln und Medikamenten zusammenhängen und weniger mit der
Übergewicht bestimmender Faktor für Zusammensetzung des Darmmikrobioms bei Typ-2-Diabetes
10. September 2019
St. Louis – Die häufige Behandlung von Frühgeborenen mit Antibiotika kann die Entwicklung der Darmflora offenbar langfristig stören. In einer Studie in Nature Microbiology (2019; doi:
Antibiotika schädigen Darm von Frühgeborenen
10. September 2019
Boston – Eine Liquid Biopsy scheint besser als eine herkömmliche Tumorbiopsie zu sein, um Therapieresistenzen bei Krebserkrankungen des Magen-Darm-Traktes zu entdecken. Das zeigt eine Studie in Nature
Bluttest für Krebstherapieresistenzen schneidet in Studie besser als Biopsie ab
9. September 2019
Berlin – Die Rolle des Darm-Mikrobioms bei verschiedenen Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes untersucht eine neue Emmy-Noether-Nachwuchsgruppe an der Charité – Universitätsmedizin Berlin um Michael
Charité-Nachwuchsgruppe forscht zur Rolle der Magen-Darm-Flora bei Krankheiten im Verdauungstrakt
29. August 2019
Berlin – Die Diakonie Katastrophenhilfe hat vor der Ausbreitung von Krankheiten wie Cholera und Ebola in Kriegsgebieten gewarnt. „Ausbruch und Verbreitung von Infektionskrankheiten fallen dort nicht
LNS LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER