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Politik

Glawe: Gesundheits­versorgung auf dem Land ist zentrale Aufgabe

Donnerstag, 29. Dezember 2016

Schwerin – Die bessere Gesundheitsversorgung auf dem Lande ist für Mecklenburg-Vor­pommerns Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) die zentrale Aufgabe der Ge­sund­heits­politik in der neuen Legislaturperiode. Vor allem müssten mehr junge Medi­ziner als Hausärzte gewonnen werden, teilte Glawe heute mit.

Hausärzte seien regelmäßig der erste Ansprechpartner der Patienten, sie würden die
Grundversorgung sichern und die Patienten durch das Gesundheitssystem lotsen. „Das relativ hohe Alter der jetzt tätigen Hausärzte könnte zu Problemen bei der haus­ärztlichen Versorgung in Zukunft führen“, sagte Glawe. „Wir brauchen mehr Ärzte, die nachrücken.“ Das Durchschnittsalter der Hausärzte lag 2015 in Mecklenburg-Vorpommern bei 54,2 Jah­ren.

Glawe regte ein Stipendienprogramm zur ärztlichen Fachkräftegewinnung an. Er wolle ge­meinsam mit der Universitätsmedizin und der Ärzteschaft besprechen, ob und wie Sti­pendienprogramme zur ärztlichen Fachkräftegewinnung beitragen können. „Ziel ist es, hausärztlich unterversorgte Region zu stärken“, betonte der Minister. Eine Verbesse­rung der Gesundheitsversorgung gerade auf dem Lande verspricht sich Glawe auch von der Telemedizin. Sie sei für ein Flächenland wie Mecklenburg-Vorpommern eine absolute Notwendigkeit.

Die Krankenhaus-Standorte im Land seien aus planerischer Sicht sicher, hieß es weiter. Schließungen seien nicht geplant. Künftig solle jedoch stärker neue Versorgungsmodelle entwickelt werden.

© dpa/aerzteblatt.de

Kommentare

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Avatar #711689
D.Paulukat
am Donnerstag, 29. Dezember 2016, 18:45

Wir brauchen keine Stipendien gegen Landflucht

Das ist der übliche Denkfehler der Politiker :

in strukturschwachen Regionen, wo es keine Polizeistation mehr gibt, die freiwillige Feuerwehr aufgelöst werden musste, kein Tante-Emma-Laden, keine Apotheke und kein Kindergarten mehr vorhanden sind und der Pfarrer alle zwei Wochen Sonntags aus der Nachbargemeinde zur Predigt anreist - dort soll also der junge Allgemeinarzt sich niederlassen, eine Familie gründen, bzw. mitbringen ?!

Alle jüngeren Menschen gehen, aber der junge Kollege soll kommen ?! Dank Stipendium ?!

Das wird nicht funktionieren.

Statt Stipendien sollten lieber Strukturen (Shuttle-Busse ?!) aufgebaut werden, um die Patienten zu den Ärzten zu bringen, denn die Ärzte werden nicht kommen....
LNS
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