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Politik

Öffentliche Haushalte mit leichtem Finanzierungsdefizit

Donnerstag, 29. Dezember 2016

Wiesbaden – Nach einem Überschuss im vergangenen Jahr haben die öffentlichen Haus­­halte in den ersten drei Quartalen 2016 wieder ein leichtes Finanzierungsdefizit aus­gewiesen. Die Ausgaben überstiegen die Einnahmen minimal um 100 Millionen Euro, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) heute in Wiesbaden mitteilte.

Insgesamt wuchsen die Ausgaben von Bund, Ländern, Kommunen sowie Sozial­versiche­rung um 3,7 Prozent auf 979,6 Milliarden Euro. Die Einnahmen lagen bei 979,5 Milliarden Euro und waren damit 3,5 Prozent höher. 2015 hatte im Vergleichszeitraum der Finanzie­rungsüberschuss – es geht um die Lücke zwischen Einnahmen und Ausgaben – 2,4 Milli­arden Euro betragen.

Die Bundesländer wiesen bis zum 30. September 2016 einen Überschuss von 5,7 Milliar­den Euro aus. Dagegen verzeichnete der Bund ein Finanzierungsdefizit von 0,7 Milliar­den. Für die Kommunen wurde ein Defizit von 2,9 Milliarden Euro errechnet, bei der So­zialversicherung lag es bei 2,2 Milliarden.

Die Einnahmen stiegen vor allem dank der sprudelnden Steuern und Abgaben, die 867,2 Milliarden Euro (plus 4,6 Prozent) in die öffentlichen Kassen spülten. Bei den Ländern fiel der Zuwachs mit 6,5 Prozent noch stärker aus als beim Bund (4,7 Prozent). Die kom­munalen Steuereinnahmen stiegen um 3,9 Prozent.

Auf der Ausgabenseite schlugen höhere Sozialleistungen (plus 4,2 Prozent auf 323,8 Mil­li­arden Euro) zu Buch - sowie die Kosten für den laufenden Sachaufwand (plus 6,0 Pro­zent) auf 272,8 Milliarden Euro. © dpa/aerzteblatt.de

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