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Ausland

Organhandel: Chinesisches Gericht verurteilt Ärzte und Pflegekraft

Montag, 2. Januar 2017

Peking – In China sind 16 Angeklagte wegen illegalen Organhandels zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, müssen die Verurteilten, darunter zwei Chirurgen, ein Narkosearzt, eine Kranken­schwes­ter und ein Assistenzarzt, zwei bis fünf Jahre ins Gefängnis. Das Gericht in Jinan in der öst­lichen Provinz Shandong sprach sie demnach schuldig, einen schwunghaften Handel mit Nieren betrieben zu haben.

Die Angeklagten hatten laut Urteil über das Internet im ganzen Land nach Menschen ge­sucht, die bereit waren, eine Niere zu verkaufen. Die Transplantationen wurden dann heim­lich in der Stadt Feicheng vorgenommen. Die Empfänger mussten dem Urteil zufolge zwischen 400.000 bis 600.000 Yuan (rund 55.000 bis 82.000 Euro) für ihr neues Organ bezahlen, die Spender erhielten lediglich 40.000 Yuan.

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China hatte den Handel mit menschlichen Organen im Jahr 2007 verboten. Wegen der hohen Nachfrage nach Organen und der geringen Zahl an Spendern ist der illegale Or­ganhandel aber immer noch weit verbreitet. Organspenden sind in der Volksrepublik nicht besonders verbreitet, da viele Chinesen an die Wiedergeburt glauben und deshalb unversehrt beerdigt werden wollen.

Menschenrechtsgruppen werfen China seit Langem vor, hingerichteten Häftlingen ohne Zustimmung der Betroffenen und ihrer Familien Organe zu entnehmen. Die Regierung weist diese Vorwürfe zurück. © afp/aerzteblatt.de

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