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Patientenfürsprecher noch nicht an allen Thüringer Krankenhäusern

Montag, 2. Januar 2017

Erfurt – Knapp drei Jahre nach der Änderung des Thüringer Krankenhausgesetzes ha­ben noch nicht alle Kliniken feste Ansprechpartner für Patienten und Angehörige bei Kri­tiken oder Fragen. In vier der rund 40 Klinikstandorte fehlen ehrenamtliche Patientenfür­sprecher, erklärte ein Sprecher des Sozialministeriums auf Anfrage. Unbesetzt waren die­se Stellen zum Jahresende demnach im DRK-Manniske-Krankenhaus Bad Franken­hau­sen, in den Helios-Kliniken Gotha und Meiningen sowie in der Capio-Klinik an der Wei­ßen­­burg Uhlstädt-Kirchhasel.

Laut Gesetz müssen die Krankenhäuser Patientenfürsprecher einsetzen und diese in ih­rer Arbeit unterstützen. Sie sollen demnach für einen Zeitraum von fünf Jahren von den Krankenhausbetreibern bestellt werden und unabhängig arbeiten. Die Kliniken könnten allerdings auch niemanden verpflichten, die Aufgabe zu übernehmen, erklärte das Minis­terium die Besetzungsprobleme in den Häusern. Angestellte der Krankenhäuser dürfen laut Gesetz nicht für diese Aufgabe eingesetzt werden.

Allerdings sind teilweise ehemalige Beschäftigte im Einsatz, etwa in den Thüringen-Klini­ken Saalfeld, dem Katholischen Krankenhaus Erfurt und dem Universitätsklinikum Jena. „Das hat Vorteile, sie kennen die Strukturen, Abläufe und Ansprechpartner“, sagte Ste­phan Breit, Sprecher der Thüringen-Kliniken. Die dortige Patientenfürsprecherin be­kommt es nach seinen Angaben vor allem mit organisatorischen Fragen zu tun. „Ent­lassung, Reha-Anträge, Einsicht in Patientenakten – solche Dinge“, erläuterte Breit. Um medizinische Belange gehe es meist nicht, auch Beschwerden über das Kranken­haus­essen seien kaum darunter.

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Im Katholischen Krankenhaus Erfurt muss Fürsprecherin Gudrun Kestel vor allem bei Missverständnissen zwischen Patienten, Ärzten und Pflegepersonal vermitteln. Oft gehe es um ganz banale Dinge, sagte Kestel. „Da ist Feingefühl und Geduld nötig.“ Mit durch­schnittlich einer Beschwerde pro Monat hält sich die Nachfrage bei der Patienten­für­spre­cherin allerdings in Grenzen. © dpa/aerzteblatt.de

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