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Ärzte erläutern Patientinnen Brusttumor am Mikroskop

Montag, 2. Januar 2017

Braunschweig – Ein neues Beratungsangebot für Brustkrebspatientinnen haben das Brustzentrum der Frauenklinik und das Institut für Pathologie des Klinikums Braun­schweig vorgestellt. Gemeinsam mit den Patientinnen erläutern Ärzte am Mikroskop die biologischen Eigenschaften des Tumors und diskutieren die Möglichkeiten einer detaill­ier­ten Befundung.

Diese hat bekanntlich große Implikationen für das weitere diag­nosti­sche und therapeuti­sche Vorgehen. Dabei geht es zum Beispiel um die Reihenfolge der Behandlungs­schrit­te: Ist es sinnvoller, erst zu operieren oder erst zu bestrahlen oder erst mit Medikamenten zu behandeln? Auch Einschätzungen über einen weiteren Verlauf der Erkrankung sind eher verständlich, wenn die biologischen Eigen­schaften des Tumors näher bekannt sind.

Eine Probephase hat laut den Braunschweiger Ärzten gezeigt, dass die Gespräche den Patientinnen helfen können, die biologischen Eigenschaften des Tumors besser zu ver­stehen und ihre Behandlung auch mit möglichen Komplikationen eher zu akzep­tieren.

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Auch die aktuelle „Interdisziplinäre S3-Leitlinie für die Diagnostik, Therapie und Nachsor­ge des Mammakarzinoms“ betont die Bedeutung der Informationsvermittlung und Aufklä­rung der Patientin: „Deren Bedeutung ist für die Arzt-Patienten-Beziehung, den Krank­heitsverlauf und die Erreichung des Therapiezieles durch zahlreiche Studien belegt“, heißt es dort auf Seite 26.

Eine ergebnisoffene Patientenaufklärung in Kombina­tion mit einer gemeinsamen (partizi­pativen) Entscheidungsfindung ermögliche erst ärztliches Handeln. Zwei ethische Prin­zi­pien wirkten bei diesen Interaktionen: die Selbstbestimmung der Patientin und die ärztli­che Fürsorge. „Die Autonomie der Patien­tin ist dabei höchstes Gut“, heißt es in der Leit­linie (Seite 26).

Anmeldungen für ein Beratungsgespräch nimmt das Sekretariat des Brustzentrums in Braunschweig unter der Nummer 0531/595-3707 entgegen. © hil/aerzteblatt.de

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