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Ärzteschaft

Sport steigert Konzentration bei Kindern mit ADHS

Dienstag, 3. Januar 2017

/dpa

Köln – Körperliche Aktivität kann auch bei Kindern mit Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperak­ti­vi­tätsstörung (ADHS) die geistige Leistungsfähigkeit steigern. „Auf die sogenannten exe­kutiven Funktionen, zu denen auch die Konzentration und Aufmerksamkeit gehören, hat Sport einen positiven Einfluss“, berichtet der Berufsverband der Kinder- und Jugend­ärzte (BVKJ). Er bemängelt, dass es aber noch wenig Sportangebote speziell für ADHS-Kinder gebe.

„Eltern sollten versuchen, ihren Kindern Spaß und Freude an körperlicher Aktivität zu ver­mitteln und gemeinsam mit ihrem Kinder- und Jugendarzt nach Möglichkeiten suchen, wo heranwachsende Patienten in kleinen Sportgruppen angeleitet und gefördert werden können“, rät Klaus Skrodzki, stellvertretender Vorsitzender der Arbeitsgruppe ADHS des Berufsverbandes.

Etwa vier bis sechs Prozent der Sechs- bis 18-Jährigen entwickeln in Deutschland ADHS. Jungen mit ADHS können oft nicht ruhig sitzen, reden dazwischen, sind ablenk­bar und können anscheinend nicht zuhören. Vorwiegend Mädchen können neben der Ablenkbar­keit depressionsähnliche Symptome entwickeln.

„Ohne Behandlung geraten Betroffene häufig in Konflikte mit anderen und haben schuli­sche Probleme. Mit Medikamenten und psychoedukativen Maßnahmen können diese Schwierigkeiten gut bewältigt werden. Wenn einfache Maßnahmen wie Sport unterstüt­z­end wirken, dann sollten sie genutzt werden“, erläuterte Skrodzki. Sportliche Aktivi­täten, bei denen ADHS-Patienten Bewegungsabläufe und Koordination trainierten, zum Beispiel bei Ballsportarten oder Klettern, verbesserten nicht nur die Motorik, sondern auch die Sprach- und Gedächtnisleistungen, so der BVKJ-Experte. © hil/aerzteblatt.de

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