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Ausland

Bluthochdruck: Jeder zweite Kanadier kennt seinen zu hohen Wert nicht

Montag, 9. Januar 2017

Erstautorin Stephanie Caligiuri bei der Blutdruckmessung am mobilen Messstand. /Joseph Pilapil of St Boniface Hospital Research Communications

Winnipeg – Viele Bewohner Kanadas sind sich nicht darüber bewusst, dass sie mit einem ernsthaften Gesundheitsrisiko leben, einem Bluthochdruck. Einige halten sich nicht an ihre Medikation, andere ignorieren die extrem hohe Werte. Das zeigt eine Studie, die im American Journal of Hypertension publiziert wurde (2017, DOI: 10.1093/ajh/hpw165).

Jeder zweite hatte einen höheren Blutdruck als erwartet, zwei Prozent (n=22) zeigten so­gar so hohe Werte, dass sie direktes Gesundheitsrisiko bestand. Ihr Blutdruck lag bei ≥180/110 mm Hg mit und ohne Anzeichen erster Organschäden.

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Selbst wenn die Teil­neh­mer von ihren erhöhten Blutdruckwerten wussten, nahmen die meisten von ihnen kei­ne Medikamente dagegen. 14 der 22 Risikokandidaten hatten zwar ein Rezept für ein blut­drucksenkendes Medikament, nahmen es aber nicht. Weitere vier hatten keine Medi­kamentenverschreibung. Insgesamt hatten die Ärzte um Grant Pierce vom Boniface Hospital Albrechtsen Research Centre in Winnipeg/Kanada 1.097 Men­schen untersucht.

Das Messen der Blutdruckwerte fand an einem mobilen Infostand statt, der unter ande­rem in Einkaufszentren, am Arbeitsplatz und vor Krankenhäusern stationiert war. Dieses Modell schlagen die Autoren für zukünftige Aufklärungskampagnen vor. Denn immer­hin ließen sich 75 Prozent der dringlichen Fälle davon überzeugen, einen Arzt aufzusuchen. © gie/aerzteblatt.de

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