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Politik

Kinder suchtkranker Eltern sollen in Bayern besser versorgt werden

Freitag, 6. Januar 2017

München – Bayern will die Versorgung von Kindern und Jugendlichen verbessern, die suchtkranke Eltern haben. Dazu fördert das Ge­sund­heits­mi­nis­terium des Landes das neue Projekt „Schulterschluss“ mit 110.000 Euro. Im Rahmen des Bayerischen Präventionsplans unterstützt das Projekt Einrichtungen der Jugend- und der Suchthilfe bei der Bildung tragfähiger Netzwerke für suchtbelastete Familien.

Bundesweit leben Schätzungen zufolge 2,6 Millionen Kinder mit alkoholabhängigen El­tern und etwa 60.000 Kinder mit drogenabhängigen Eltern unter einem Dach. Nahezu jedes sechste Kind kommt aus einer Suchtfamilie. Ihr Risiko, als Erwachsene selbst sucht­krank zu werden, ist nach Expertenangaben im Vergleich zu anderen Kindern bis zu sechsfach erhöht. „Hiergegen muss etwas unternommen werden. Die Kinder brauchen Unterstützung und Hilfe“, betonte Bayerns Ge­sund­heits­mi­nis­terin Melanie Huml (CSU).

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Das Projekt Schulterschluss will die Zusammenarbeit von Jugend- und Suchthilfe ver­bessern und so die Implementierung von Frühinterventionsstrategien sowie weitere prä­ventive Angeboten für betroffene Kinder, Jugendliche und ihre Familien unterstützen. Fachlich moderierte Kooperationsseminare dienen regionalen Akteuren aus der Sucht- und Jugendhilfe dabei als „kommunikativer Motor“ zur Vernetzung und Kooperation. © hil/sb/aerzteblatt.de

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