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Politik

Mehrlingsgeburten: Kein Extra-Geld mehr in Baden-Württemberg

Montag, 9. Januar 2017

/dpa

Stuttgart – Für Eltern soll es nach der Geburt von Drillingen oder Vierlingen künftig keine Einmalzahlung des Landes Baden-Württemberg mehr geben. Das geht aus der Antwort des Sozialministeriums auf eine Anfrage der SPD-Landtagsfraktion hervor. Bisher erhiel­ten Eltern von Mehrlingen auf Antrag pro Kind einmalig steuerfrei 2.500 Euro.

2015 gab es laut Ministerium Zahlungen an 44 Familien. Begründet wird die Einstellung des Programms, das bis Ende 2016 befristet war, mit nötigen Einsparungen im Haus­halt. In den meisten anderen Bundesländern gebe es keine vergleichbare Förderung. Der Land­tag muss den Haushalt für 2017 noch beschließen.

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Der familienpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Andreas Kenner, kritisierte die Entscheidung. „Die Einstellung des Mehrlingsgeburtenprogramms trifft zwar nur we­nige Familien, diese aber besonders hart“, sagte sie. So müssten Kinderbetten und Au­tositze gleich mehrfach sowie ein spezieller Kinderwagen angeschafft werden. In der Re­gel stehe auch ein Umzug an, weil die Wohnung zu klein sei. Die grün-schwarze Landes­re­gierung zeige damit, was ihr die kinderreichen Familien wert seien. Kenner kritisierte auch, dass die Einstellung des Programms nicht nach außen verkündet worden sei.

„Kein gutes Signal für Familien“ sei die Einstellung des Programms, kritisierte der Lan­des­familienrat. Zudem bedauerte er, dass es keine Anhörung der Verbände gegeben ha­be. So könne nur gemutmaßt werden, dass die Abschaffung mit der geringen Fallzahl be­­gründet werde. © dpa/aerzteblatt.de

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