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Medizin

Studie: Grillfleisch und Barbecue könnten Sterblichkeit nach Brustkrebs erhöhen

Montag, 9. Januar 2017

dpa

Chapel Hill – Frauen, die einen Brustkrebs überlebt haben, sind nach einer bevölkerungsbasierten Studie im Journal of the National Cancer Institute (2017; doi: 10.1093/jnci/djw299) gut beraten, sich beim Verzehr von gegrillten und geräucherten roten Fleischwaren zurückzuhalten. Ein häufiger Verzehr war mit einer erhöhten Sterberate nach einer Brustkrebs-Behandlung assoziiert. Geflügel oder Fisch könnten dagegen eine protektive Wirkung haben.

Das schnelle Grillen von Fleisch über dem offenen Feuer oder das langsame Garen in einem Barbecue-Smoker sind aus Sicht der Krebsforschung nicht gerade die gesündesten Garmethoden. Im Fleisch entstehen dabei polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, die teilweise karzinogen sind. Auf mögliche Folgen macht eine aktuelle Auswertung der Long Island Breast Cancer Study aufmerksam. Diese Kohortenstudie begleitet seit Anfang der 1990er Jahre eine Gruppe von 1.508 Frauen, die an Brustkrebs erkrankt waren, aber zunächst erfolgreich behandelt werden konnten. In den 17,6 Jahren seit Beginn der Studie sind 597 Frauen gestorben, darunter 237 an Brustkrebs.

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Die Auswertung von Humberto Parada von der University von North Carolina in Chapel Hill zeigt nun, dass Frauen, die vor ihrer Krebserkrankung häufig rotes Fleisch vom Grill oder aus dem Barbecue-Smoker gegessen hatten, eine um 23 Prozent höhere Allgemeinsterblichkeit hatten (Hazard Ratio 1,23; 95-Prozent-Konfidenzintervall 1,03-1,46). Auch der häufigere Verzehr von geräuchertem Rindfleisch, Lamm oder Schweinefleisch vor der Diagnose war mit einem erhöhten Sterberisiko assoziiert. Die Hazard Ratio von 1,17 war mit einem 95-Prozent-Konfidenzintervall  von 0,99 bis 1,38 jedoch nicht signifikant. Das gleiche gilt für die Assoziation mit einer erhöhten Brustkrebssterblichkeit (Hazard Ratio 1,23; 0,95-1,60).

Auch der Verzehr nach der Brustkrebs-Diagnose könnte riskant sein. Frauen, die weiter ihren Appetit mit rotem Fleisch vom Grill oder aus dem Barbecue-Smoker stillten, hatten ein um 31 Prozent erhöhtes Sterberisiko (Hazard Ratio 1,31; 0,96-1,78), das allerdings das Signifikanzniveau verfehlte. Frauen, die vor oder nach der Brustkrebs-Behandlung häufig geräuchertes Geflügelfleisch oder Fisch verzehrten, starben dagegen zu 45 Prozent seltener am Brustkrebs. Die Hazard Ratio von 0,55 war mit einem 95-Prozent-Konfidenzintervall von 0,31 bis 0,97 signifikant. © rme/aerzteblatt.de

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