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Hochschulen

Hamburger Ärzte an fünf Referenznetzwerken zu seltenen Krankheiten beteiligt

Mittwoch, 11. Januar 2017

Hamburg – Ärzte und Wissenschaftler des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) beteiligen sich an fünf internationalen Gesundheitsnetzwerken zu seltenen Leber-, Nieren-, Gefäß-, Stoffwechsel- und Krebserkrankungen. Insgesamt hat die Europäische Kommission 23 solcher Netzwerke eingerichtet.

Ziel ist eine bessere Versorgung der Patienten. „Die hochspezialisierte Versorgung von Patienten mit selte­nen Erkrankungen und die Exzellenzforschung in unserer Stadt wer­den durch die euro­päischen Referenznetzwerke gewürdigt und weiter gestärkt“, sagte Hamburgs Gesund­heitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD).

An den Europäischen Referenznetzwerken für seltene Erkrankungen arbeiten rund 1.000 Gesundheitsdienstleister aus 26 Ländern mit. Die EU fördert die Netzwerke im Jahr 2017 mit 4,6 Millionen Euro.

Dies sind die fünf Referenznetzwerke mit Hamburger Beteiligung:

  • ERN-Liver European Reference Network on Rare Hepatological Diseases: Es soll die Kompetenz im Bereich seltener Lebererkrankungen innerhalb Europas ver­net­zen. Ein Schwerpunkt sind immunologische Lebererkrankungen.
  • MetabERN European Reference Network für Rare Hereditary Metabolic Disorders: Das Netzwerk soll internationale klinische Studien strukturieren, um die Versor­gung von Patienten mit einer angeborenen Stoffwechselerkrankung zu verbess­ern.
  • ERKNet European Rare Kidney Diseases Reference Network: Es soll die Situation von pädiatrischen und erwachsenen Patienten mit seltenen Nierenerkrankungen verbessern. Der Schwerpunkt liegt auf dem Gebiet der autoimmunen Nieren­er­kran­kungen.
  • VASCern European Reference Network on Rare Multisysytemic Vascular Diseases: Das Netzwerk forscht an genetische Erkrankungen der Aorta und anderer Gefäße und wirkt an der Implementierung datenschutzkonformer und datensicherer Regis­terlösungen mit.
  • EUROCAN Testicular Cancer Branch G 3: Ziel dieses Konsortiums ist es, bei der seltenen Tumorerkrankung der Keimzelltumoren des Hodens bestmögliche Hei­lungschancen zu erreichen. Es strebt eine europaweit vernetzte Therapie der komplexeren Fälle an und möchte ein europäisches Register der Behand­lungs­ergebnisse einrichten.

„Die nun geförderten Projekte sind herausragende Beispiele der klinischen und wissen­schaftlichen Zusammenarbeit auf internationaler Ebene. Sie tragen langfristig zu einer noch besseren Patientenversorgung bei“, sagte Uwe Koch-Gromus, Dekan der medizi­nischen Fakultät und Vorstandsmitglied des UKE. © hil/aerzteblatt.de

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