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Hochschulen

Evidenzforschung: DFG fördert interdisziplinäre Forschergruppe

Mittwoch, 11. Januar 2017

München – Auf Initiative des Instituts für Geschichte und Ethik der Medizin und des Lehr­stuhls für Technikgeschichte an der Technischen Universität München (TUM) nimmt die Forschergruppe „Evidenzpraktiken in Wissenschaft, Medizin, Technik und Gesell­schaft“ im neuen Jahr ihre Arbeit auf.

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert die interdisziplinäre Gruppe in sechs Projekten der Bereiche Technikgeschichte, Medizinge­schichte und -ethik, Wissen­schafts- und Umweltgeschichte, Wissenschafts­soziologie, Marketing- und Konsumfor­schung sowie Kommunikationswissenschaften mit 1,8 Millionen Euro für drei Jahre.

„Es gilt, die vielfältigen Prozesse zu analysieren, in deren Ergebnis Wissen zur Gewiss­heit wird“, erklärte Karin Zachmann, Professorin für Technikgeschichte an der TUM und Sprecherin der neuen Gruppe. Durch die gleichzeitige rasante Vermehrung von Wissen und Nichtwissen wachse die Bedeutung von Evidenz.

Die Gruppe geht davon aus, dass der Bedarf an evidenten Aussagen ebenso steige wie die Bereitschaft, an ihrer Erzeu­gung mitzuwirken. Die Digitalisierung erleichtere den Pro­zess: Über mobile Anwendun­gen etwa können Patienten ihre medizinischen Daten in ein zentrales System einspeisen und damit zu evidenzbasierten Aussagen über Krankheits­verläufe beitragen. © hil/aerzteblatt.de

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