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Urteil rechtskräftig: Frau mit Silikonimplantaten kann Polizistin werden

Mittwoch, 11. Januar 2017

Gelsenkirchen – Sieben Wochen nach dem Prozess um die Eignung einer Frau mit Sili­kon­implantaten für den Polizeidienst ist das Urteil des Verwaltungsgerichts Gelsenkir­chen rechtskräftig geworden. Die 33 Jahre alte Krankenschwester aus Dortmund darf sich nun in Nordrhein-Westfalen erneut um eine Stelle bei der Polizei bewerben, wie das Gericht auf Anfrage mitteilte.

Die Frau war im Frühjahr 2014 aus medizinischen Gründen abgelehnt worden. Sie hatte sich hochwertige Implantate hinter dem Brustmuskel einsetzen lassen. Gegen die Ab­leh­nung reichte die Dortmunderin Klage ein.

Ende November 2016 entschieden die Richter auf Grundlage eines Gutachtens der Uni­klinik Bonn im Sinne der Frau. Die Gutachter sehen grundsätzlich keine besonders hohe Wahrscheinlichkeit, dass Silikonimplantate im rauen Polizeialltag bei der Klägerin zur völligen Dienstunfähigkeit führen könnten.

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Die beklagte Behörde, das Landesausbildungsamt NRW, legte keine Berufung ein. Dabei hatten die Richter eine Klärung vor einem höheren Gericht angeregt, um allge­mein die Lage für Polizistinnen oder Soldatinnen zu prüfen. Nach der bundesweit gelten­den Poli­zei­verordnung sind Frauen mit Brustimplantaten wegen erhöhter Verletzungs­gefahr für den Dienst nicht geeignet. © dpa/aerzteblatt.de

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Avatar #79783
Practicus
am Samstag, 14. Januar 2017, 00:05

Naja...

90% der Patientinnen mit Brustvergrößerung (nicht Wiederaufbau!) in meiner Praxis haben eine F-Diagnose... von Agoraphobie über Borderline und Bulimie bis Substanzgebrauchsstörungen
Eine Person, die für ihr Selbstwertgefühl auf Silikonbrüste angewiesen ist, ist ja möglicherweise aus anderen Gründen für die Polizeilaufbahn nicht geeignet. Die erfolgreiche Klägerin hat ja erst mal nur das Recht erstritten, überhaupt an den Auswahltests teilzunehmen und ist damit noch längst keine Polizistin!
Avatar #106067
dr.med.thomas.g.schaetzler
am Freitag, 13. Januar 2017, 08:53

Nichts ist klar, "ede65"

Denn informieren geht vor echauffieren!
1. handelt es sich gutachterlich bestätigt um Brust-Implantate, die hinter dem M. pectoralis eingesetzt wurden und somit nicht trainings- oder belastungsrelevant sind.
2. müsste nach Ihrer Theorie auch jede/r Polizist/-in mit Zahnersatz dienstunfähig sein da er/sie "Beschädigung am Implantat davon tragen und dann ausfallen mit finanziellen Ansprüchen an Bund und Land" könnten.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund

PS: "ede65" ist ein schlechtes Pseudonym. Denn es erinnert an Ede Wolf (auch bekannt als "Der große böse Wolf"),den Papa vom Kleinen Wolf. Er hat Wölfchens Freunde, die drei kleinen Schweinchen, zum Fressen gern!
www.lustige-taschenbuecher.de/figuren.php?id=46
Avatar #94906
ede65
am Donnerstag, 12. Januar 2017, 12:25

Na Klar!

ISt den Guteachtern und den Richtern egal wenn die Damen schon in der Ausbildung z.B. im Kampfsport oder beim Autofahr Trianing durch den Sicherhietsgurt eine Verletzung oder besser Beschädigung am Implantat davon tragen und dann ausfallen mit finanziellen Ansprüchen an Bund und Land. Das Zahlen am Ende wieder die Steuerzahler und den Beamten (anwärtern) gehts gut und keiner kann den Staat im Staate kontrollieren. Mann kann danndie kompletten Verordnungen für Polizei, Bundeswehr, Feuerwehr etc. auch ausser Kraft setzten.
LNS

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