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Medizin

Unspezifische Rückenschmerzen: Yoga und Rückenübungen helfen geringfügig

Donnerstag, 12. Januar 2017

/ Philipp Wiebe, pixelio.de

Baltimore – Bei chronischen unspezifischen Schmerzen im unteren Rücken sind selbst Orthopäden oft ratlos. Zumindest über den ersten Zeitraum könnten Yoga oder andere Rückengymnastik den Betroffenen besser helfen, als wenn sie keinerlei Übungen machen. Zu diesem Schluss kommt eine Übersichtsarbeit, die in der Cochrane Library publiziert wurde (2017; doi: 10.1002/14651858.CD010671.pub2).

Schmerzen lassen nach und funktionelle Einschränkungen gehen etwas zurück, wenn Patienten, die chronisch an unspezifischen Rückenschmerzen leiden, Yoga praktizieren. Vor allem Iyengar, Hatha oder Viniyoga hatten die professionellen Yogalehrer im Programm. Im untersuchten Alter zwischen 34 und 48 zeigte sich ein leichter Vorteil gegenüber Patienten, die keinerlei Rückenübungen durchführten. In den ersten sechs bis zwölf Monaten reduzierte Yoga die Symptome – jedoch nur zu einem geringen Ausmaß, das nicht als klinisch relevant eingeordnet werden kann.

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Einige Studien verglichen die Yoga-Ergebnisse auch mit anderen professionell ange­lei­teten Rückenübungen. Die Unterschiede waren hierbei noch geringer. Den Umkehr­schluss, Yoga wäre besser geeignet als andere Rückenübungen, konnten die Autoren daher nicht ableiten. Einige wenige Yoga- und Rückenschüler klagten nach den Kursen auch über stärkere Rückenschmerzen.

Die Forscher um Susan Wieland von der University of Maryland School of Medicine in Baltimore haben die Daten aus zwölf randomisierten Studien mit 1.080 Männern und Frauen im Alter zwischen 34 und 48 Jahren ausgewertet. Die Studien wurden in Indien, dem Vereinigten Königreich und den USA durchgeführt. Es wurde jedoch nur eine kurze Nachbeobachtungszeit untersucht, schränkt Wieland die Ergeb­nisse ein. „Zurzeit haben wir nur eine dürftige Studienevidenz, auf die wir uns stützen können.“ © gie/aerzteblatt.de

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