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Politik

Starke Grippewelle: Dringender Appell zur Schutzimpfung

Donnerstag, 19. Januar 2017

/dpa

Berlin – Angesichts der starken Grippewelle in Deutschland haben Robert-Koch-Institut (RKI), Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und Ärztekammer Hessen heute vor allem an ältere Menschen über 60 appelliert, sich impfen zu lassen.

RKI-Präsident Lothar Wieler richtete auch angesichts bisheriger Todesfälle einen „drin­genden Appell“ an diese Al­ters­gruppe, sagte er heute im ZDF-Morgenmagazin. Es mache noch Sinn, sich zu impfen. 28 der 31 bislang gemeldeten Grip­pe­toten seit Beginn der Grippewelle waren nach RKI-Angaben älter als 59 Jahre. Wieler sprach von einer starken, ernsthaften Grippewelle und bedauerlich niedrigen Impfquoten in Deutschland. Bislang seien rund 11.000 Fälle gemeldet. Es würden aber längst nicht alle erfasst.

Auch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) appellierte an die Men­schen, sich noch die Schutzimpfung zu holen. „Nach der Impfung dauert es zehn bis 14 Tage, bis der Körper einen ausreichenden Schutz gegen die Grippeviren aufgebaut hat“, erklärte BZgA-Leiterin Heidrun Thaiss. Die Schutzimpfung sollte jedes Jahr aufgefrischt werden, weil sich auch die Viren ständig verändern. Auch Hygiene sei in Grippezeiten eine wirk­same Vorbeugung. „Wer sich außerdem regelmäßig und ausreichend lange die Hände gründlich mit Seife wäscht, vermeidet die Weitergabe von Krankheitserregern über die Hände“, erklärte Thaiss.

In Frankreich brachte die Schwere der diesjährigen Grippewelle viele Krankenhäuser be­reits an ihre Kapazitätsgrenze. Ge­sund­heits­mi­nis­terin Marisol Touraine hatte die Kliniken des Landes vor gut einer Woche aufgefordert, notfalls nicht dringende Operationen auf­zuschieben, um genug Betten für Grippepatienten zu haben. Auch in Frankreich sind we­gen des in diesem Jahr kursierenden Virustyps vor allem ältere Menschen von schweren Verläufen betroffen.

„Es besteht kein Grund zur Panik. Auch wissen wir nicht, ob sich die Grippewelle in Deut­schland weiter ausbreitet“, betonte Gottfried von Knoblauch zu Hatzbach, Präsident der Lan­des­ärz­te­kam­mer Hessen. Da es sich bei der Influenza allerdings nicht um eine harml­ose, sondern um eine ernstzunehmende Erkrankung handele, durch die sich auch be­stehende Erkrankungen dramatisch verschlechtern könnten, sei es wichtig, sich vor einer Ansteckung zu schützen.

Ausdrücklich rief auch von Knoblauch zu Hatzbach bisher nicht Geimpfte zur Grippe­schutz­impfung auf. „Es ist nicht zu spät, sich jetzt noch vom Hausarzt oder der Hausärztin gegen Grippe impfen zu lassen." Außerdem zeige die Er­fahrung, dass gerade Immunge­schwächte und chronisch Kranke auch von einer zweiten Grippe­schutzimpfung in einer Saison profitieren könnten, ergänzt der Ärztekammerprä­si­dent. © dpa/afp/may/aerzteblatt.de

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P.Peschel
am Montag, 20. März 2017, 17:37

Impfen gegen Influenza: Ein kritischer Blick auf die Datenlage zur Impfempfehlung/Durchimpfung...

Zuerst einmal ist die aufgestellte Behauptung von Staph. Rex „Die von P.Peschel zitierte Quelle stellt im Übrigen nicht die Pandemie 2009 in Frage sondern…“ schlicht weg falsch. Was man liest sollte man auch verstehen und bitte doch korrekt wiedergeben,auch wenn es nicht ins eigene Weltbid passt. In der Zusammenfassung des Artikels von Schönhöfer steht „In der Nachbetrachtung erweist sich die Schweinegrippe-Pandemie als eine Krankheitserfindung der Pharmaindustrie, die mithilfe von Panikmache firmennaher Virologen und Regierungsberater…“, der finanzielle Schaden imd deutschen Gesundheitssystem wird auf ca. 350 Mill. Euro taxiert...
Verwunderlich erscheint dem aufmerksamen Zeitgeist aber auch das einen Tag vor Ausrufung der Pandemie durch die WHO scheinbar der Impfstoff in USA zum Patent angemeldet wurde, welch Schelm wer Böses denkt.
Hier noch ein weiterer kritischer Artikel über Influenza-Impfungen.

Endlich einmal eine kritische Sichtweise zur Grippeimpfung, dies sollten auch die Impfbefürworter und das RKI einmal genauer lesen...
Auszug aus dem Link -
http://deutsch.medscape.com/artikelansicht/4904521?nlid=98423_3122
- Medscape Freitag, 20. Januar 2017:

In einem Interview mit The Atlantic äußerte Tom Jefferson, Vorsitzender der Vaccine Field Group bei der Cochrane Database Collaboration (der weltweit führenden Einrichtung für evidenzbasierte medizinische Reviews), ernste Vorbehalte gegenüber der Datenlage, welche die Impfempfehlungen stützen: „Die meisten der Studien weisen schwerwiegende Fehler auf. ,S c h r o t t‘ ist in diesem Zusammenhang zwar kein wissenschaftlicher Begriff, aber er trifft den Nagel auf den Kopf.“
Ein kritischer Blick auf die Evidenzen wirft weitere Fragen auf. In einem Cochrane-Review von 2012 wurde die Wirksamkeit der Influenza-Impfung bei Kindern untersucht und Folgendes bemerkt:
„[…] Von der Industrie geförderte Studien werden in anerkannteren Fachzeitschriften publiziert und häufiger zitiert als andere Untersuchungen, was jedoch nicht mit der methodologischen Qualität oder der Größe der Studie in Zusammenhang steht. Studien, die mit öffentlichen Geldern finanziert wurden, können vorzugsweise ihre Ergebnisse zu [Influenza-]Impfungen signifikant seltener veröffentlichen… Belastbare Daten zur Influenza-Impfung gibt es nicht viele, allerdings gibt es Hinweise auf ausgedehnte Manipulationen bei den Schlussfolgerungen und ungerechtfertigte Anerkennungen der Studien.“


Staphylococcus rex
am Samstag, 18. März 2017, 23:13

„Alternative Fakten“ zur Pandemie 2009

Ob jemand die Influenzaimpfung für sich persönlich für gut hält, mag eine Frage des individuellen Standpunkts sein. Die Schweinegrippepandemie anzuzweifeln ist dagegen schon ein schwerer Fall von Realitätsverweigerung. Bei der Pandemie von 2009 handelte es sich um einen H1N1-Stamm, der sich von den bisher zirkulierenden H1N1-Varianten deutlich unterschied. Jeder Labormitarbeiter in dieser Zeit kann bestätigen, dass es plötzlich eine Flut an Einsendungen mit einen neuen Erreger gab. Wer sich bei pubmed informiert und die RiliBÄK Labor sowie die Ringversuche bei INSTAND kennt, hat die Beweise, dass im Labor nicht nur irgendwelche Artefakte nachgewiesen wurden, sondern das wirklich eine Pandemie über uns hereingebrochen ist.

Am Beginn der Pandemie von 2009 standen eine Reihe von Todesfällen durch das neue Virus und es ist derzeit unmöglich sicher vorherzusagen, wie sich die Mortalität eines neuen Influenzastamms während einer Pandemie entwickelt. Die Herstellung eines Impfstoffs dauert mehrere Monate, deshalb mussten die Verantwortlichen in der WHO zu einem Zeitpunkt Entscheidungen treffen, als noch nicht alle Fakten bekannt waren.

Die von P.Peschel zitierte Quelle stellt im Übrigen nicht die Pandemie 2009 in Frage sondern akzentuiert sich auf die damit verbundenen Interessenskonflikte. Auch wenn dabei einige Personen möglicherweise Eigeninteressen verfolgt haben, gab es doch die Duldung des Vorgehens der WHO durch die Spezialisten und Fachgesellschaften.

Das Risiko einer Wiederholung der Spanischen Grippe ist gering, aber nicht gleich Null. Wie schlecht der menschliche Geist mit seltenen aber schwerwiegenden Risiken umgehen kann, das zeigt der Tsunami 2011 in Japan, einerseits der SuperGAU in Fukushima, andererseits aber auch Einzelbeispiele eines effektiven Schutzes: http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/umstrittenes-bauwerk-riesenmauer-rettete-japanisches-dorf-vor-tsunami-a-762341.html
Und wenn die von P.Peschel zitierte Quelle Schönhöfer über die Spezialisten herzieht, dann zeigt dies nur, dass Schönhöfer weder Ahnung von der spezifischen virologischen Problematik noch von Risikoabschätzung im Allgemeinen hat. Wer das Vorgehen der WHO kritisiert, sollte das Wissen berücksichtigen, welches zum Zeitpunkt der Entscheidung zur Impfstoffproduktion verfügbar war, nicht das Wissen, welches einige Monate später bei Verfügbarkeit des Impfstoffs vorhanden war. Unter diesem Aspekt ist die Argumentation von Schönhöfer unehrlich und vergleicht Äpfel mit Birnen. Aber das ist ja das Schöne an den „Alternativen Fakten“, sie passen immer perfekt in das eigene Weltbild.
P.Peschel
am Samstag, 18. März 2017, 12:46

Leider kein Witz - und gab es die Schweinegrippe Pandemie wirklich oder war alles nur Geldmacherei...?

Obrigkeitshörigkeit ist auch eine Überlebensstrategie

Immer mehr Impfungen, das grosse Geschäft oder was ist nur wahr…?
Schweinegrippe Impfungen- auch empfohlen durchs RKI… der grosse Betrugsskandal…?
Hier nun mal eine Lesprobe, vielleicht mit ein paar mehr Fakten als nur eintönige Wiederholungen der Impfbefürworter, zum Nachdenken, denn die Erde war früher ja auch mal eine Scheibe und trotzdem ist keiner runtergefallen. Semmelweiss wurde mit seiner Hygienetheorie massiv ignoriert,und wer vor ca. 30 Jahren erklärte das Beatmung ohne Intubation (NIV) funktionierte wurde als Spinner und Laie abgetan…so ähnlich wie bei den Impfkritikern, oder?

SCHÖNHÖFER, P. S. und H. SCHULTE-SASSE: Nachbetrachtungen zur Schweinegrippe- Pandemie. Ablauf, Fehler, Lehren Arzneimittel-, Therapie-Kritik & Medizin und Umwelt (2012/Folge 3) Hans Marseille Verlag GmbH München Nachbetrachtungen zur Schweinegrippe-Pandemie Ablauf, Fehler, Lehren P. S. SCHÖNHÖFER, Bremen, und H. SCHULTE-SASSE, Bremen Schweinegrippe-Pandemie – erfundene Erkrankung – Panikmache – Interessenkonflikte – Abwehrstrategien Strategien des Pharmamarketings zur Zeit der Schweinegrippe. Wahrheitswidrige und auch kriminelle Marketingpraktiken der Warenanbieter fallen im Pharmabereich zunehmend häufiger auf…
Nachbetrachtungen zur – Hans Marseille Verlag
Link zum Auszug :
https://www.yumpu.com/de/document/fullscreen/461688/nachbetrachtungen-zur-hans-marseille-verlag – Von Yumpu.com
Dr.Bayerl
am Freitag, 20. Januar 2017, 19:21

"Endlich einmal kritisch" ...

... ist wohl ein Witz. Für mich geht die Kritik eher zu weit,
die angegebenen 40-60% (RKI) sind doch nüchtern genug, warum sollte man das bezweifeln.
Wenn ich das Argument höre, das läge möglicherweise an einer Selektion gesunder Impflinge,
finde ich gerade das eher unglaubwürdig, das Gegenteil ist viel wahrscheinlicher.
Die Schwankungen hängen übrigens nachweislich auch mit der Treffsicherheit (=Übereinstimmung) von Impfstämmen und realer Virusprävalenz zusammen, da kann man auch mal mehr oder weniger daneben liegen.
Diesen kleinen Piekser jährlich gönne ich mir und meiner Familie gerne, hab ich auch bei der Schweinegrippe (A/H1N1) gemacht; der Arzt war noch dankbar, sonst hätte er das wegschmeißen müssen, wegen der peinlichen Panik. Der Stamm ist ja nicht ohne Grund heute noch in der Impfung enthalten.
P.Peschel
am Freitag, 20. Januar 2017, 16:50

Impfen gegen Influenza: Ein kritischer Blick auf die Datenlage zur Impfempfehlung/Durchimpfung...

lasset uns Impfen...oder?
Endlich einmal eine kritische Sichtweise zur Grippeimpfung, dies sollten auch die Impfbefürworter und das RKI einmal genauer lesen...

Auszug aus dem Link -
http://deutsch.medscape.com/artikelansicht/4904521?nlid=98423_3122
- Medscape Freitag, 20. Januar 2017:

In einem Interview mit The Atlantic äußerte Tom Jefferson, Vorsitzender der Vaccine Field Group bei der Cochrane Database Collaboration (der weltweit führenden Einrichtung für evidenzbasierte medizinische Reviews), ernste Vorbehalte gegenüber der Datenlage, welche die Impfempfehlungen stützen: „Die meisten der Studien weisen schwerwiegende Fehler auf. ,S c h r o t t‘ ist in diesem Zusammenhang zwar kein wissenschaftlicher Begriff, aber er trifft den Nagel auf den Kopf.“

Ein kritischer Blick auf die Evidenzen wirft weitere Fragen auf. In einem Cochrane-Review von 2012 wurde die Wirksamkeit der Influenza-Impfung bei Kindern untersucht und Folgendes bemerkt:
„[…] Von der Industrie geförderte Studien werden in anerkannteren Fachzeitschriften publiziert und häufiger zitiert als andere Untersuchungen, was jedoch nicht mit der methodologischen Qualität oder der Größe der Studie in Zusammenhang steht. Studien, die mit öffentlichen Geldern finanziert wurden, können vorzugsweise ihre Ergebnisse zu [Influenza-]Impfungen signifikant seltener veröffentlichen… Belastbare Daten zur Influenza-Impfung gibt es nicht viele, allerdings gibt es Hinweise auf ausgedehnte Manipulationen bei den Schlussfolgerungen und ungerechtfertigte Anerkennungen der Studien.“...

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