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Ärzteschaft

Umfrage: Krankenhausärzte im Norden massiv überlastet

Donnerstag, 19. Januar 2017

/dpa

Kiel – Die Arbeitsbedingungen der meisten Krankenhausärzte in Schleswig-Holstein sind nach einer Umfrage im Auftrag des Marburger Bundes miserabel. Zu wenig Personal, viel zu lange Ar­beits­­zei­ten, schlechte Organisation und zu viel Bürokratie seien die Haupt­grün­de für Über­las­tung und Unzufriedenheit, fasste der Vorsitzende des Landes­verban­des der Ärzte­ge­werk­schaft, Henrik Herrmann, heute in Kiel die Ergebnisse zusammen. 89 Prozent der angestellten Ärzte fühlen sich laut Umfrage wegen Personalmangels und zu­nehmen­der Arbeitsverdichtung überlastet.

Mehr als jeder zweite Arzt arbeitet demnach mehr als 48 Stunden in der Woche, jeder sechste sogar mehr als 60 Stunden. Zwei Prozent gaben an, mehr als 80 Stunden pro Woche zu arbeiten. „Überlange Arbeitszeiten gefährden nicht nur die Gesundheit der Ärztinnen und Ärzte, sondern können auch ein Sicherheitsrisiko für die Patienten dar­stellen“, warnte Herrmann. Kostendruck und eine dünne Personaldecke könnten keine Entschuldigung dafür sein, gesetzliche Vorschriften zu missachten.

Ein Viertel der befragten Ärzte gab an, die tatsächlichen Arbeitszeiten würden nicht ein­mal erfasst. Stechuhren gebe es nur bei 13 Prozent. Jeder vierte Arzt erklärte, Über­stun­den würden weder vergütet noch mit Freizeit ausgeglichen. Die Ärztegewerkschaft for­der­te die staatlichen Arbeitschutzbehörden auf, die Einhaltung der arbeitszeitrecht­lichen Vorschriften in Krankenhäusern regelmäßig zu überprüfen.

Für die Umfrage wurde zwischen Oktober und Dezember 3.700 angestellte Ärzte in 113 Einrichtungen im Norden angeschrieben, die Rücklaufquote betrug 42 Prozent. In Schles­wig-Holstein gibt es rund 8.000 angestellte Ärzte. Mehr als jeder zweite ist nach Angaben der Ärztegewerkschaft Mitglied des Marburger Bundes.

„Die Arbeitsbedingungen haben sich im Vergleich zu einer Umfrage von 2015 weiter ver­schlechtert“, sagte Herrmann. Am meisten fühlten sich junge Ärzte (93 Prozent) überlas­tet, gefolgt von stellvertretenden Chefärzten (90), Fachärzten (87) und Oberärzten (86). Immer weniger Klinikärzte seien bereit, die Dauerbelastungen hinzunehmen.

Als weiterer Mangel würden gerade von jungen Ärzten die fehlenden Weiterbildungs­mög­lichkeiten durch ihre Arbeitgeber kritisiert. Mehr als zwei Drittel der Ärzte (70 Prozent) ga­ben an, dass an ihrer Klinik die Struktur für die Weiterbildung fehle. Ebenso kritisch fällt die Antwort auf die Frage aus, ob die geforderten Weiterbildungsinhalte ausreichend ver­­mittelt werden. Zwei Drittel (57 Prozent) verneinen diese Frage.

Die Ausrichtung der Krankenhäuser allein nach der Wirtschaftlichkeit ist nach Ansicht des Marburger Bundes falsch. Stattdessen müssten wieder ethische Kriterien wie das Wohl des Patienten maßgeblich sein.

In einer ersten Reaktion auf die Umfrage erklärte Schleswig-Holsteins Gesundheits­minis­terin Kristin Alheit (SPD), die festgestellte Unzufriedenheit in Kliniken sei „nicht akzep­ta­bel“. Kliniken und Ärzte seien gefordert, gemeinsam die Ursachen zu analy­sieren und für bessere Arbeitsbedingungen in den Kliniken zu sorgen. Vor dem Hintergrund des demo­grafischen Wandels würden Kliniken zukünftig im Wettbewerb um Fachkräfte nur punk­ten können, wenn die Arbeitsbedingungen gut seien, betonte sie.

Der CDU-Abgeordnete Karsten Jasper nannte die Zahlen ein Alarmsignal. Fachkräfte­man­gel sei eine Hauptursache für die Überlastung. Auch im Interesse der Patienten müss­e alles für eine noch bessere Nachwuchsgewinnung im Gesundheitswesen und der Pflege getan werden. © dpa/may/aerzteblatt.de

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Sich.-Ing. Jörg Hensel
am Donnerstag, 19. Januar 2017, 21:11

Grundgesetz funktioniert nicht mehr !

Das Recht auf körperliche Unversehrtheit ist in Artikel 2 (2) S. 1 GG festgeschrieben; die Grundrechtebindung gemäß Artikel 1 (3) GG verpflichtet somit die Arbeitsschutzbehörde als Exekutive im Zuge der Prävention, dass insbesondere arbeitsbedingte Erkrankungen in den Betrieben nicht stattfinden.
Die krankmachenden Arbeitsbedingungen in den Helios Kliniken, die Massenerkrankungen bei der Polizei und in den Schulen, die dem Steuerzahler jährlich zweistellige Millionenbeträge an Krankheitskosten bescheren, hat u.a. das Sozialministerium in Schleswig-Holstein bzw. die Arbeitsschutzbehörde zu verantworten.
Das Sozialministerium SH hält seit mindestens zwei Jahrzehnten den staatlichen Arbeits – und Gesundheitsschutz bewusst zurück und untersagte in der Vergangenheit sogar die Durchführung des Grundgesetzes in vielen Unternehmen dieses Landes.
Betroffen sind mehrere tausend Beschäftigte. Mit allen Folgen für Steuer – und Beitragszahler.
Offensichtlich unterstützt das Sozialministerium auf diese Art und Weise das Geschäftsmodell von Helios & Co, welches die Ver – und Behinderung von Prävention wohl als Geschäftsmodel betrachtet.
Wie bei Fleischhygieneskandalen (BSE / Dr. Herbst) werden Mitarbeiter der Exekutive gedrängt, bei Missständen wegzuschauen und still zu halten.
Gibt es seitens des Aufsichtspersonal Widerspruch oder ein Beharren auf das Grundgesetz, werden sie gemobbt, wobei die politisch abhängigen Arbeitsgerichte, sowohl die Verfassungsdurchbrechung, als auch Mobbing gegen Aufsichtspersonen billigen; vgl. z.B. Arbeitsgerichtsbarkeit Schleswig-Holstein 3 SA 236/04.
Doch dem nicht genug.
Es werden über das Grundgesetz hinaus auch seit Jahrzehnten ratifizierte Menschenrechtsverträge und Konventionen, in dem der Arbeits- und Gesundheitsschutz festgeschrieben ist, verletzt bzw. aufgekündigt.
Zu nennen wäre der UN Sozialpakt, die Charta der Grundrechte der EU, die Europäische Sozialcharta, ILO Abkommen u.a.m..
Anhand des katastrophalen Umfrageergebnisses zum Arbeitsschutz wird deutlich, dass sowohl das Sozialministerium, die Arbeitsschutzbehörde, die Berufsgenossenschaft, die Betriebsräte, die Gewerkschaften, die Schwerbehindertenvertretungen, die Parteien im Landtag ihre Pflichten aus dem Grundgesetz ignorieren und somit durch Untätigkeit das Leben von Beschäftigten und Patienten gefährden und aufs Spiel setzen.
Die Medien berichten nur über die Resultate dieser Untätigkeiten, unterlassen es jedoch, wichtige Fragen zu stellen, damit dem Grundgesetz in der Arbeitswelt irgendwann einmal wieder ein wenig Bedeutung zu kommt.

Bezug des Arbeitsschutzes zum Grundgesetz – Vgl. Amtliche Begründung Drucksache Bundestag 13/3540 - Seite 11 - Ziff. 2 - 3. Spiegelstrich.

Zitat: „In der Bundesrepublik Deutschland folgt aus Artikel 2 Abs. 2 des Grundgesetzes die Pflicht des Staates, Leben und Gesundheit der Beschäftigten bei der Arbeit durch öffentlich-rechtliche Vorschriften zu schützen.“ - http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/13/035/1303540.pdf

Sich.-Ing. Jörg Hensel
Gewerbeaufsicht i.R.
Sich.-Ing. Jörg Hensel
am Donnerstag, 19. Januar 2017, 21:06

Grundgesetz funktioniert nicht mehr !

Das Recht auf körperliche Unversehrtheit ist in Artikel 2 (2) S. 1 GG festgeschrieben; die Grundrechtebindung gemäß Artikel 1 (3) GG verpflichtet somit die Arbeitsschutzbehörde als Exekutive im Zuge der Prävention, dass insbesondere arbeitsbedingte Erkrankungen in den Betrieben nicht stattfinden.
Die krankmachenden Arbeitsbedingungen in den Helios Kliniken, die Massenerkrankungen bei der Polizei und in den Schulen, die dem Steuerzahler jährlich zweistellige Millionenbeträge an Krankheitskosten kosten, hat u.a. das Sozialministerium in Schleswig-Holstein bzw. die Arbeitsschutzbehörde zu verantworten.
Das Sozialministerium SH hält seit mindestens zwei Jahrzehnten den staatlichen Arbeits – und Gesundheitsschutz bewusst zurück und untersagte in der Vergangenheit sogar die Durchführung des Grundgesetzes in vielen Unternehmen dieses Landes.
Betroffen sind mehrere tausend Beschäftigte. Mit allen Folgen für Steuer – und Beitragszahler.
Offensichtlich unterstützt das Sozialministerium auf diese Art und Weise das Geschäftsmodell von Helios & Co, welches die Ver – und Behinderung von Prävention wohl als Geschäftsmodel betrachtet.
Wie bei Fleischhygieneskandalen (BSE / Dr. Herbst) werden Mitarbeiter der Exekutive gedrängt, bei Missständen wegzuschauen und still zu halten.
Gibt es seitens des Aufsichtspersonal Widerspruch oder ein Beharren auf das Grundgesetz, werden sie gemobbt, wobei die politisch abhängigen Arbeitsgerichte, sowohl die Verfassungsdurchbrechung, als auch Mobbing gegen Aufsichtspersonen billigen; vgl. z.B. Arbeitsgerichtsbarkeit Schleswig-Holstein 3 SA 236/04.
Doch dem nicht genug.
Es werden über das Grundgesetz hinaus auch seit Jahrzehnten ratifizierte Menschenrechtsverträge und Konventionen, in dem der Arbeits- und Gesundheitsschutz festgeschrieben ist, verletzt bzw. aufgekündigt.
Zu nennen wäre der UN Sozialpakt, die Charta der Grundrechte der EU, die Europäische Sozialcharta, ILO Abkommen u.a.m..
Anhand des katastrophalen Umfrageergebnisses zum Arbeitsschutz wird deutlich, dass sowohl das Sozialministerium, die Arbeitsschutzbehörde, die Berufsgenossenschaft, die Betriebsräte, die Gewerkschaften, die Schwerbehindertenvertretungen, die Parteien im Landtag ihre Pflichten aus dem Grundgesetz ignorieren und somit durch Untätigkeit das Leben von Beschäftigten und Patienten gefährden und aufs Spiel setzen.
Die Medien berichten nur über die Resultate dieser Untätigkeiten, unterlassen es jedoch, wichtige Fragen zu stellen, damit dem Grundgesetz in der Arbeitswelt irgendwann einmal wieder ein wenig Bedeutung zu kommt.

Bezug des Arbeitsschutzes zum Grundgesetz – Vgl. Amtliche Begründung Drucksache Bundestag 13/3540 - Seite 11 - Ziff. 2 - 3. Spiegelstrich.

Zitat: „In der Bundesrepublik Deutschland folgt aus Artikel 2 Abs. 2 des Grundgesetzes die Pflicht des Staates, Leben und Gesundheit der Beschäftigten bei der Arbeit durch öffentlich-rechtliche Vorschriften zu schützen.“ - http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/13/035/1303540.pdf

Sich.-Ing. Jörg Hensel
Gewerbeaufsicht i.R.

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