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Rostocker Gewebebank zieht positives Fazit

Freitag, 20. Januar 2017

Rostock – Ein gutes Jahr nach ihrer Gründung zieht die Gesellschaft für Transplantati­ons­medizin Mecklenburg-Vorpommern (GTM-V gGmbH) eine positive Zwischenbilanz. Mitarbeiter ihrer Gewebebank haben im vergangenen Jahr 741 Augenhornhäute aus Gewebespenden entnommen, von denen 532 für Transplantationen zum Einsatz kamen.

„Wir haben damit auf Anhieb sieben Prozent des bundesweiten Bedarfes gedeckt. Mit un­serer Gewebebank haben wir den unnötigen Wartezeiten für Patienten den Kampf an­gesagt und sind ein gutes Stück vorangekommen“, sagte der ärztliche Geschäfts­führer Axel Manecke.

Im September 2016 hat die Arzneimittelüberwachungs- und -prüfstelle des Landes­amtes für Gesundheit und Soziales MV (LAGuS M-V) der Rostocker Gewebebank die Erlaubnis zur Aufbereitung von Augenhornhäuten erteilt. So konnten deren Mitarbeiter im letzten Quartal 2016 80 selbst aufbereitete Augenhornhäute deutschlandweit weitergeben. Für 2017 ist die Aufbereitung von 1.100 Augenhornhäuten im Biomedizini­schen Forschungs­zentrum Rostock (BMFZ) geplant.

Auch in den Bereichen Knochengewebe, Herzklappen und Blutgefäße sind die Rostocker engagiert. Sie erwarten für Anfang dieses Jahres die Genehmigung der LAGuS M-V zur Aufbereitung von kardiovaskulärem Gewebe und Mitte des Jahres die für die Herstellung dezellulärer Herzklappen. Auch wollen die Mediziner verstärkt Transplantate aus voll­ständig entnommenen, gesunden Herzen gewinnen. © hil/aerzteblatt.de

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