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Ausland

Warnung vor gesundheitlichen Folgen sozialer Ungleichheit

Montag, 23. Januar 2017

Brüssel – Ein europaweites Netzwerk von Gesundheitsexperten warnt vor den Folgen so­zialer Ungleichheit. Gesundheitsfragen dürften von den Verantwortlichen auf europäi­scher und nationaler Ebene nicht mehr als Randthema betrachtet werden, heißt es in dem heute in Brüssel veröffentlichten Aufruf. Initiator ist der Verbund Euro Health Net, dem unter anderem die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung angehört, un­ter­schrieben haben eine Reihe zivilgesellschaftlicher Organisationen.

Die Lebenserwartung variiert stark zwischen den EU-Staaten: Kinder, die 2014 in Spa­nien geboren wurden, konnten im Durchschnitt auf 83,3 Lebensjahre hoffen, in Bulgari­en nur auf 74,5 Jahre, so Euro Health Net unter Verweis auf OECD-Zahlen. Die reich­sten 20 Prozent der Bevölkerung in Europa schätzen den eigenen Gesundheitszustand laut EU-Statistikbehörde Eurostat zudem deutlich besser ein als die ärmsten 20 Prozent.

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Die Politik müsse sicherstellen, dass auch benachteiligte Gruppen wie Migranten ohne Dokumente oder Roma Zugang zu gesundheitlicher Grundversorgung haben, heißt es in dem Aufruf. Beschränkungen gefährdeten die öffentliche Gesundheit, verursachten Kos­ten und verletzten Grundrechte. Die Unterzeichner fordern unter anderem mehr gesund­heit­liche Bildung insbesondere für Risikogruppen und bessere Vorsorge. Auch Rauch­ver­bote und Mindestpreise für Alkohol könnten helfen, gesundheitliche Ungleich­heiten zu vermindern. © dpa/aerzteblatt.de

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