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Politik

Gröhe fordert bessere Kommunikation im Gesundheitswesen

Mittwoch, 25. Januar 2017

Berlin – Die Fähigkeit von Angehörigen der Gesundheitsberufe, jenseits des medizini­schen Fachwissens zu kommunizieren, muss gestärkt werden. Das hat Bundesgesund­heits­minister Hermann Gröhe (CDU) gestern in Berlin gefordert.

„Kommunikation muss zu einem Regelbestandteil der Ausbildung werden“, sagte er an­lässlich der Eröffnung des Jahreskongresses des Bundesverbands Managed Care (BMC). Das gelte nicht nur für die Beziehung zwischen Ärzten und Patienten, beispiels­wei­se bei der Übermittlung schwerer Diagnosen wie Krebs, sondern auch für die Ge­sund­heitsberufe untereinander. „Wir wollen, dass sich die Berufe mehr als Mannschaft verstehen“, erklärte der Minister. „Da müssen wir noch viel tun.“

Eine bessere Kommunikation sei aber auch Grundlage dafür, dass Gesundheitsin­for­ma­tionen die Bevölkerung erreichten. Deren Gesundheitskompetenz müsse sich erhöhen, forderte Gröhe. So habe eine Umfrage des AOK-Bundesverbandes ergeben, dass mehr als die Hälfte der Menschen in Deutschland erhebliche Schwierigkeiten habe, sich in der ständig anwachsenden Fülle an Gesundheitsinformationen zurechtzufinden und Ent­schei­dungen für die eigene Gesundheit zu treffen. Diese Informationen müssten des­halb so gebündelt werden, dass die Menschen sie auch fänden.

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Zuvor hatte der Vorstandsvorsitzende des BMC, Volker Amelung, Themen aufgezeigt, die nach Ansicht des Verbandes nach der Wahl einer neuen Bundesregierung auf die ge­sund­heitspolitische Agenda gehören. Amelung forderte insbesondere, Fehlanreize abzu­bauen, statt das Gesundheitssystem durch immer neue Anreizmechanismen zu über­frach­ten.

Außerdem müsse es gemeinsame Ausbildungsmodule aller Gesundheits­berufe geben. Das sei die Voraussetzung für Teamarbeit in der Versorgung. Um einen echten Qualitäts­wettbewerb zwischen den Krankenkassen zu generieren, müsse man diese zur Transpa­renz über ihre Versorgungsergebnisse verpflichten. © HK/aerzteblatt.de

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