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Doctolib: Geldgeber investiert Millionen

Donnerstag, 26. Januar 2017

Berlin – Der Arztterminservice Doctolib erhält 26 Millionen Euro von einem neuen Inves­tor. Das Geld bringt Ludwig Klitzsch, Geschäftsführer der von Familie Klitzsch geführten Gesundheitsgruppe, mit Expertise in der Psychosomatik, Inneren Medizin und Ortho­pä­die aus Bayern, in das Unternehmen ein.

Klitzsch bezeichnete Doctolib als ganzheitlichen Service, der die Art und Weise, wie sich Gesund­heits­institutionen und Arztpraxen zukünftig organisierten, verbessern werde. „Als Branchenexperte bin ich ständig auf der Suche nach innovativen Lösungen für Institu­tio­nen“, sagte Klitzsch. Das Potenzial des Gesundheitsmarktes in Deutschland verspreche „noch schnellere und bessere Ergebnisse als in Frankreich”.

Mit dem sogenannten Serie-C-Investment in Höhe von 26 Millionen Euro steigt die Ge­samt­­s­umme der Kapitaleinlagen für Doctolib auf 50 Millionen Euro. Das Unternehmen will das Geld verwenden, um seinen Service deutschlandweit weiter aus­zurollen. Lang­fristig soll in alle großen deutschen Städte expandiert werden. Zunächst ist der Ausbau auf die Metropolregionen Hamburg, Köln/Düsseldorf und München geplant. In Berlin ist Doctolib bereits mit einem Büro und 30 Mitarbeitern vertreten. In den nächsten zwei Jahren sollen mindestens 150 neue Mitarbeiter in Deutschland eingestellt werden.

In Frankreich und Deutschland nutzen nach Unternehmensangaben mehr als 17.000 Ärzte, 435 Gesundheitseinrichtungen und sechs Millionen Patienten den Service. 2016 startete Doctolib in Deutschland. Das deutsch-französische Unternehmen beschäftigt derzeit 300 Mitarbeiter und verfügt über Niederlassungen in 35 Städten in Frankreich sowie erste Büros in Deutschland. Hauptsitze sind Paris und Berlin.

Auf www.doctolib.de können Patienten Termine selbstständig buchen, stornieren und organisieren, ohne in der Warteschleife auszuharren oder auf die Öffnungszeiten der Praxis angewiesen zu sein. Der gebuchte Termin wird in Echtzeit in den Kalender der Ärzte übertragen. Doctolib zufolge spart das dem Praxisteam 30 Prozent mehr Zeit. Zudem könnten die Terminausfälle um 75 Prozent reduziert werden.

Die Aufstockung des Kapitals zeigt, dass im Markt um E-Health-Anwendungen im Ge­sund­heitswesen Bewegung ist. Erst kürzlich hatte Jameda, eines der größten Portale für Online-Arztempfehlungen und Online-Arzt­ter­mine, Patientus, einen der führenden An­bieter für Online-Videosprechstunden, übernommen. Jameda gehört seit Ende 2015 zum Burda-Verlag. © may/aerzteblatt.de

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