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Ärzteschaft

Ambulante Versorgung in Nordrhein auf hohem Niveau

Donnerstag, 26. Januar 2017

Düsseldorf – Das hohe Qualitätsniveau der ambulanten Versorgung im Rheinland doku­mentiert der neue Qualitätsbericht der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nord­rhein. Er bezieht sich auf das Jahr 2015 und widmet sich in seinem Hauptteil den Leistungen, für die besondere Qualitätsanforderungen bestehen.

„Während zu Beginn der 1990er-Jahre lediglich sieben Bereiche der ambulanten Versor­gung speziellen Qualitätssicherungsmaßnahmen unterlagen, sind es heute über 60. Auch dadurch können die nordrheinischen Ärzte ihre Patienten stets auf dem aktu­ellen Stand der Wissenschaft behandeln“, sagte der Vorstandsvorsitzende der KV, Frank Berg­mann.

Prüfinstrumente für die mittlerweile rund zwei Drittel der diagnostischen und therapeu­ti­schen Prozeduren, die besonderen Qualitätsauflagen unterliegen, sind unter anderem Dokumentationsprüfungen, Prüfungen zur Mindestmenge, wo diese vorgeschrieben sind, Prüfungen der fachlichen, apparativen und baulichen Voraussetzungen für bestimmte Leistungen, Praxisbegehungen und Hygieneprüfungen.

Eine wichtige Rolle spielt im Qualitätsbericht die inzwischen flächendeckende struktu­rierte Behandlung von Patienten innerhalb der „Disease-Management-Programme“ (DMP), die es seit 2003 gibt. Mittlerweile werden im Rahmen der Programme 856.000 chronisch kranke Patienten von niedergelassenen Ärzten in Nordrhein betreut.

Bereits im vergangenen Dezember war für Nordrhein der Qualitätsbericht der „Nord­rhei­ni­schen Gemeinsamen Einrichtung DMP“ erschienen. Er gelangt zu dem Fazit, dass die Programme die Versorgung von Patienten mit chronischen Erkrankungen verbes­sern.

Dieser Bericht hatte die ärztlichen Dokumentationen der nordrheinischen DMP-Teilneh­mer ausgewertet. Danach erreicht das DMP Diabetes mellitus Typ 2 mittlerweile nahezu neun von zehn Patienten im Rheinland. Steigende Patien­ten­zahlen weisen auch die DMP Diabetes mellitus Typ 1, Asthma und COPD auf.

Der jetzt erschienene KV-Qualitätsbericht informiert auch über das Hautkrebs-Scree­ning: Danach verfügen über 4.400 niedergelassene Ärzte in dem Landesteil über eine Ge­neh­migung für diese Vorsorgeuntersuchung, über 530.000 Patienten wurden 2015 ge­screent. © hil/aerzteblatt.de

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