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Ausland

Gesundheitsreform: Republikaner befürchten Desaster

Dienstag, 31. Januar 2017

Philadelphia – Der neue US-Präsident Donald Trump hatte es eilig, mit einem Dekret die Aufhebung der Gesundheitsreform seines Vorgängers Barack Obama einzuleiten. Aber während führende Republikaner ihm in der Öffentlichkeit Beifall spenden, herrscht bei vielen Parteikollegen im Kongress offenbar geradezu Panik, dass das Tempo, mit dem Trump auch hier vorgeht, zu einem Desaster führt.

Das geht nach Angaben der Washington Post und der New York Times aus Aufzeich­nun­gen aus einer Sitzung hinter geschlossenen Türen hervor, die ihnen von einer ano­ny­men Quelle zugespielt wurden. Demnach sind Senatoren und Abgeordnete zutiefst be­sorgt, dass die Zeit nicht ausreichen könnte, ein funktionierendes Modell auf die Beine zu stellen, das „Obamacare“ direkt nach dessen Aufhebung ersetzt – und all den Ver­spre­chungen gerecht wird, die Trump und die Partei den Amerikanern gemacht haben.

Die Aufzeichnungen machen den Berichten zufolge klar, dass die Republikaner bisher weit von einem schlüssigen Konzept entfernt sind, das etwa gewährleistet, dass die unter „Obamacare“ versicherten Millionen Amerikaner nicht plötzlich ohne jeden Schutz da­stehen.

„Wir stellen besser sicher, dass wir vorbereitet sind“, wird etwa der Abgeordnete Tom McClintock zitiert. „Das hier wird Trumpcare genannt werden. Es wird voll und ganz mit den Republikanern in Verbindung gebracht werden, und man wird uns bei der nächsten (Kongress)wahl in weniger als zwei Jahren danach beurteilen.“ Senator Lamar Alexan­der sagte: „Unser Ziel sollte keine schnelle Lösung sein. Wir wollen eine Langzeitlösung, die Kosten senkt.“ © dpa/aerzteblatt.de

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