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Reform des Medizinstudiums: Petition für mehr Mitsprache von Studierenden

Montag, 30. Januar 2017

Berlin – Mehr Mitsprache bei der mit dem Begriff „Masterplan 2020“ zusammengefass­ten Re­form des Studiums fordern die Medizinstudierenden in Deutschland. „Als Studie­ren­de sind wir vertraut mit den Lehr- und Lernbedingungen an den medizinischen Fakultäten, den Universitätskliniken und den Lehrkrankenhäusern und -Praxen“, schreibt die Bun­des­vertretung der Medizinstudierenden in Deutschland (bvmd).

Sie fordert deswegen in der Onlinepetition „Beteiligung der Studierenden am Prozess des Masterplans Medizinstudium 2020“ mehr studentische Beteiligung. Die bvmd erinnert daran, dass sie sich seit Beginn des Reformprozesses mit innovativen Vorschlägen in die Debatte rund um den Masterplan eingebracht hat.

Konkret geht es den Studierenden darum, an einer Expertenkommission beteiligt zu wer­den, die auf der Basis des Masterplans die Änderung der Approbationsordnung für Ärzte vorbereiten soll. Das Vorschlagsrecht für die Besetzung der Expertenkommission haben die entsprechenden Gesundheits-, Kultus- und Wissenschaftsministerien der 16 Länder.

Die Fachschaften der bvmd haben sich mit einem Brief an ihre jeweiligen Landes­ministe­rien gewandt. „Als Experten für unser Studium und als Zielgruppe dieser Reform ist es sinnvoll, wenn an der weiteren Ausarbeitung Medizinstudierende aktiv als Teil der Exper­tenkommission eingebunden werden. In Form unserer Fachschaften und Vertreter auf Bundesebene haben wir jahrelange Erfahrung mit den Reformprozessen rund um das Studium gesammelt“, heißt es dort.

Vor wenigen Tagen hatte der Medizinische Fakultätentag (MFT) bereits kritisiert, dass Bund und Länder ein umfangreiches Maßnahmenpaket zur Reform des Studiums be­schlos­sen hätten, „ohne die für die Umsetzung maßgeblichen Akteure wie Studie­rende, medi­zinische Fakultäten oder Fachgesellschaften in angemessenem Maße einzubinden und sie über die geplanten Inhalte zu informieren“, so der MFT. © hil/aerzteblatt.de

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