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Hochschulen

Universität Bielefeld entwickelt Praxisleitfaden für die Patientenberatung

Montag, 30. Januar 2017

Bielefeld – Einen Leitfaden für gute Patientenkommunikation hat die Universität Bielefeld zusammengestellt. Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz hat das Projekt und die daraus entstandene Broschüre gefördert.

„Patienten müssen wissen, auf welche medizinischen Maßnahmen sie sich einlassen“, erläuterte Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD). Nur so könnten sie selbstbestimmt mitentscheiden, und nur so komme nach geltendem Recht ein wirksamer Behand­lungs­vertrag zustande. „Dafür braucht es Kommunikation auf Augenhöhe und ins­be­sondere bei den Behandelnden das Ziel, sich ihren Patienten gegenüber verständlich zu ma­chen“, so Maas.

„Oftmals reden Mediziner oder Berater über den Kopf der Ratsuchenden hinweg. Die neue Broschüre soll professionelle Helfer auf dieses Problem aufmerksam machen und sie unterstützen, Gesundheitsthemen verständlich zu erläutern“, sagte Doris Schaef­fer von der Universität Bielefeld.

Ihre Arbeitsgruppe stellt in der Broschüre 24 Kommuni­kationsmethoden vor, zum Beispiel „Chunk and check“ – damit werden Informationen häppchenweise statt an einem Stück er­läutert. Auch das Konzept „Einfache Sprache“ findet sich in der Broschüre. Es liefert Vorschläge, um Fachsprache zu vereinfachen. Mithilfe der „Motivierenden Gesprächs­füh­rung“ sollen Patienten unterstützt werden, sich aus eigenem Antrieb gesundheitsbe­wusster zu verhalten.

Patienten werden laut Schaeffer besonders dann gesundheitskompetenter, wenn sie motiviert und fähig sind, Gesundheitsinformationen zu finden, zu verstehen und anzu­wenden. Damit die Hürden dafür sinken, haben Schaeffer und ihr Team die Broschüre konzipiert. Sie richtet sich an Ärzte, Krankenkassen, die Selbsthilfe und die Verbraucher­beratung. © hil/aerzteblatt.de

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