Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Medizin

Menopause: Yoga und Ausdauersport helfen nicht bei Schlafproblemen

Donnerstag, 2. Februar 2017

/dpa

Washington – Frauen, die in der Menopause unter Hitzewallungen leiden, können mit Yo­ga und Ausdauersport ihre Schlafqualität nicht verbessern. Im Journal of Clinical Sleep Medicine berichten Forscher um Diana Taibi Buchanan an der University of Washington über entsprechende Ergebnisse (2017; doi: 10.5664/jcsm.6376). 

Hitzewallungen und Schlafprobleme sind ein verbreitetes Problem bei menopausalen Frauen. Wenn die Symptome kombiniert auftreten, ist häufig ein relativer Östrogen­man­gel die Ursache. Eine Hormontherapie mit Östrogenen kann jedoch Nebenwirkun­gen aus­lösen, sodass sich einige Patientinnen nicht medikamentöse Behandlungen ihrer Schlafprobleme wünschen.

Die Forscher untersuchten eine Studienkohorte 186 menopausaler Frauen, die unter Hitzewallungen und Schlafproblemen litten. Die Frauen wurden in zwei Interventions­grup­p­en und eine Kontrollgruppe randomisiert. In den Interventionsgruppen machten die Teil­nehmerinnen über zwölf Wochen entweder Ausdauersport oder Yoga. In einer zuvor pub­lizierten Analyse der Kohorte zeigte sich eine leichte jedoch statistisch signifikante Ver­bes­serung der Schlafqualität, so die Wissenschaftler.

In einer zweiten von den Forschern erstellten Analyse konnten sie dies nun jedoch nicht bestätigen: Weder die durchschnittliche Schlafzeit noch die Fähigkeit durchzuschlafen wurden durch Sport und Yoga beeinflusst, berichten sie.

Für die Therapie der Schlafstörungen schlagen die Forscher daher vor, die Wirkung anderer nicht medikamentöser Therapien zu untersuchen. Eine kognitive Verhaltens­therapie könnte möglicherweise ein Ansatz sein. © hil/aerzteblatt.de

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

15.11.17
Schlechter Schlaf: Vor allem Flex-Beschäftigte betroffen
Berlin – Etwa jeder Dritte in Deutschland schläft nach eigenem Ermessen schlecht. Zudem kommt fast ein Viertel der Erwachsenen nicht auf die von Experten empfohlenen mindestens 6 Stunden Schlaf. Das......
13.11.17
Schlafapnoe: Schnarchen könnte Alzheimerrisiko erhöhen
New York – Eine Langzeitstudie zeigt erstmals, dass ein obstruktives Schlafapnoe-Syndrom (OSA) auf die Dauer die Ablagerung von Beta-Amyloiden im Gehirn fördert und damit die Entwicklung einer......
07.11.17
Morbus Parkinson: Narkolepsie­medikament GBH bessert Schlafeigenschaften
Zürich – Die zur Behandlung der Narkolepsie zugelassene Gammahydroxybuttersäure (GBH) hat in einer Phase-2-Studie in JAMA Neurology (2017; doi: 10.1001/jamaneurol.2017.3171) die Schlafstörungen von......
07.11.17
Kinder mit Schlafproblemen ruhen oft auch als Erwachsene schlecht
Münster – Wer als Kind schlecht schläft, hat auch als Erwachsener nicht selten Probleme. Darauf hat die Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) anlässlich ihrer 25.......
26.10.17
Schlafmangel erhöht Risiko auf Gestationsdiabetes
Chicago – Schwangere, die zu wenig Schlaf bekommen, erkranken einer Meta-Analyse in Sleep Medicine Reviews (2017; doi: 10.1016/j.smrv.2017.09.003) zufolge häufiger an einem Gestationsdiabetes. Die......
16.10.17
Warum wir bei Langeweile einschlafen
Tsukuba – Wenn wir uns langweilen, kann es schwierig werden, die Augen offen zu halten. Yo Oishi und seine Arbeitsgruppe an der University of Tsukuba haben im Nucleus Accumbens Neurone identifiziert,......
27.09.17
Online-Therapie hilft gegen Schlaflosigkeit
Oxford – Eine kognitive Verhaltenstherapie, die über das Internet durchgeführt werden kann, könnte nicht nur dabei helfen, Schlafprobleme zu verringern, sondern auch, bestimmte psychiatrische Symptome......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
J
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige