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Ärzteschaft

Selbstbeteiligung von Patienten in Notaufnahmen gefordert

Montag, 6. Februar 2017

Mainz –  Angesichts oft überfüllter Notaufnahmen der Krankenhäuser in Rhein­land-Pfalz fordert nun auch die Kassenärztliche Vereinigung (KV RLP) des Landes eine Selbst­be­tei­li­gung bei Patienten mit nicht akuten Leiden. Der Gesetzgeber solle sich das überle­gen, sagte KV-Pressesprecher Rainer Saurwein. Ein solches Vorgehen könne die Notaufnahmen ent­lasten.

400.000 Patienten pro Jahr kommen nach Angaben der KV in die 48 Bereitschafts­praxen der Ärzte in Rheinland-Pfalz. Das macht 8.300 Fälle pro Praxis – deutlich weniger als in den 88 Notaufnahmen des Landes. „Wir versuchen auf die Bereitschaftsdienste auf­merk­sam zu machen“, sagte Saurwein. Aber es gebe Menschen, die trotzdem nicht er­reicht würden.

„Wir schlagen vor, dass auch in der Notaufnahme direkt Aufklärung geleistet wird. Und wer trotzdem mit einem geringfügigen Leiden dort behandelt werden will, sollte eine Selbstbeteiligung zahlen“, so Saurwein vor. Die solle zwar nicht hoch sein, aber ein solches Vorgehen sei fair und könnte die Notaufnahmen entlasten.

In der Notaufnahme des Katholischen Klinikum Mainz (KKM) zum Beispiel wurden nach ei­genen Angaben im vergangenen Jahr fast 30.000 Patienten behandelt. Nur etwa zehn Prozent seien Notfälle gewesen, sagte der Leiter der Notaufnahme, Torsten Schmitt. Allerdings fühle sich jeder, der in die Notaufnahme komme, als Notfall. Die Menschen hätten ja auch ein Problem, Schmerzen und Angst. Aber wirklich ein „Notfall“ – also Pa­tien­ten, die sehr schnell einen Arzt brauchten – seien nur zehn Prozent.

Schmitt beklagte zudem, die Patienten hätten kein Verständnis, lange zu warten. „Belei­digungen und ein rauer Umgangston häufen sich bei den Wartenden.“ Selbst Hand­greif­lichkeiten kämen vor, meist durch Betrunkene. „Es gibt eine Zunahme solchen Verhal­tens. Bedingt vor allem, dass leider zwei Drittel der Patienten die Notaufnahme als Arzt­praxis missversteh­en“, sagte auch Hanna-Maria Weills vom Westpfalz-Klinikum.

© dpa/aerzteblatt.de

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jpyeah
am Mittwoch, 8. Februar 2017, 13:38

Funktionslose Idee

Sowas funktoniert nicht. Am Ende sind alle doch irgendwie ein Notfall, um sich zu drücken, wer soll das endgültig entscheiden. Soll das nach der Behandlung entschieden werden? Entweder zahlen alle die eine NA nutzen, oder man lässt solchen Bullshit einfach sein...

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