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Ausland

Russland lehnt Homöopathie als Pseudowissenschaft ab

Dienstag, 7. Februar 2017

Moskau – Die Russische Akademie der Wissenschaften hat die Homöopathie offiziell als Pseudowissenschaft eingestuft. Für die Wirksamkeit der alternativen Heilmethode gebe es keine wissenschaftlich haltbaren Belege, schrieb eine Kommission der Akademie gestern russischen Medienberichten zufolge. Die Kommission empfahl dem Gesund­­heitsminis­te­rium, homöopathische Medikamente an staatlichen Kliniken nicht mehr zu verwenden. Ministerin Weronika Skworzowa kündigte in Moskau an, eine Arbeitsgruppe einzusetzen, wie die Agentur Interfax meldete.

Die vor gut 200 Jahren vom deutschen Arzt Samuel Hahnemann (1755-1843) begrün­de­te Heillehre hat in Russland viele Anhänger. Zar Nikolaus I. und Sowjetmarschall Georgi Schukow hätten zu solchen Arzneimitteln gegriffen, sagte der Arzt Michael Schkolenko vom Homöopathen-Verband der früheren Sowjetrepubliken der Zeitung Kommersant. „Wenn die Homöopathie nicht geholfen hätte, hätten die Mitglieder des Zentralkomitees sich nicht damit behandeln lassen.“

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Zu sowjetischen Zeiten war die Homöopathie, die mit Arzneistoffen in winziger Dosierung arbeitet, nicht verboten, wurde aber auch nicht gefördert. In den russischen Gesund­heits­betrieb wurde die Heillehre in den 1990er Jahren integriert.

© dpa/aerzteblatt.de

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