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Hochschulen

Wissenschaft: Open Access wirkt

Montag, 6. Februar 2017

Rostock/Berlin – Die Publikation wissenschaftlicher Ergebnisse als Open-Ac­c­­ess-Beitrag kann die Wissenschaftler-Gemeinschaft im Netz zusammenbringen und dafür sorgen, dass die Beiträge besser wahrgenommen werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Bachelorarbeit am Lehrstuhl für Statistik und Ökonometrie der Universität Rostock.

„Unter Open Access versteht man den freien Zugang zu wissenschaftlicher Literatur im Internet. Der gesamten Wissenschaft, aber auch der interessierten Öffentlichkeit, soll da­mit ein unkomplizierter Zugriff auf Forschungsergebnisse ermöglicht werden, deren Erar­beitung meist von öffentlichen Geldern finanziert oder gefördert wird“, erläuterte deren Au­tor Lars Findeisen.

Er hat in der Arbeit die Wahrnehmung eines Aufsatzes gemessen und dafür dessen durch­schnittliche unzitierte Dauer verwendet, also die verstreichende Zeit bis zum ersten Zitat. Laut der Studie werden Open-Access Aufsätze signifikant früher zitiert als konven­ti­o­nell veröffentlichte, nämlich durchschnittlich nach zwölf statt nach 15 Monaten.

Auch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat das Potential von „Open Access“ als Standard für wissenschaftliches Publizieren erkannt und will es zum Standard für wissenschaftliches Publizieren in Deutschland machen. Dazu hat das Minis­terium im vergangenen Herbst eine sogenannte Open-Access-Strategie gestartet.

„Wichtig ist mir, dass die Ergebnisse von Forschung, die mit Steuergeld gefördert wurde, für die Allgemeinheit unentgeltlich verfügbar werden“, sagte Bun­des­for­schungs­minis­terin Johanna Wanka (CDU) in Berlin. Die digitalen Medien ermöglichten es, wissenschaft­liche Erkenntnisse leichter publik zu machen, „und wir müssen es schaffen, dass diese Chan­cen stärker ergriffen werden“, so die Ministerin.

Die Universität Rostock wies daraufhin, dass sie vor einem halben Jahr mit finanzieller Un­terstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) einen Open-Access-Publi­kationsfonds eingerichtet habe. Wissenschaftler der Universität können für ihre Artikel in Open-Access-Zeitschriften eine Förderung zur Begleichung der Publikations­kosten aus diesem Fonds beantragen. Der Eigenanteil zur Kofinanzierung des Publikationsfonds wird jeweils zur Hälfte von der Universität und der Universitätsmedizin erbracht. Der Fonds wird für zunächst zwei Jahre gefördert – die bewilligten Mittel reichen für die Finanzierung von jährlich bis zu 70 Artikeln. © hil/aerzteblatt.de

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