Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Medizin

Lungenhochdruck: Therapieoptionen haben zugenommen

Freitag, 10. Februar 2017

Die Inzidenz der pulmonal arteriellen Hypertonie liegt bei etwa 3 bis 10 Neuerkrankungen pro 1 Million Erwachsener im Jahr. /CDC Dr. Thomas Hooten

Hannover – Pulmonale Hypertonie (PH) kann in verschiedenen Formen auftreten, die jede für sich eine passende Behandlung beansprucht. Damit die richtige Therapie zum Einsatz kommt, haben Pneumologen den aktuellen status quo der Therapie zusammen­gefasst. Der cme-Artikel ist im Deutschen Ärzteblatt erschienen (Dtsch Arztebl Int 2016; 113: 73–84).

Zugelassene Wirkstoffgruppen

  • Endothelin-Rezeptor-Antagonisten
  • PDE5-Hemmer
  • Stimulator der löslichen Guanylatcyclase
  • Prostacyclin-Analoga
  • Prostacyclin-Rezeptoragonist

Die Therapieoptionen für Patienten mit pulmonal arterieller Hypertonie und chro­nisch thromboembolischer pulmonaler Hypertonie haben in den vergangenen Jahren erheblich zugenommen, heißt es im Beitrag. Dadurch sei die Behandlung erfolgreicher, aber auch komplexer ge­worden. Aus diesem Grund haben die Autoren um Marius Hoeper von der Klinik für Pneumologie an der Medizinischen Hochschule Hannover den aktuellen Stand basie­rend auf einer Literaturrecherche, den wichtigsten Empfehlungen der 2015 publizierten Europäischen Leitlinien zur pulmonalen Hypertonie sowie der 2. Kölner Konsensus-Kon­fe­renz im Juni 2016 zusammengetragen. An einigen Stellen ergänzen sie die Informatio­nen noch darüber hinaus.

Zehn Präparate aus fünf Wirkstoffklassen können Ärzte bei der pulmonalen arteriellen Hypertonie, meist in Kombination, einsetzen. Darüber hinaus sind allgemeine Maßnah­men möglich, um die Symptome zu bekämpfen. Abgesehen von einer Reha, die eine Physiotherapie beinhaltet, sind diese symptomatischen Behandlungen jedoch nicht durch randomisierte Studien belegt. Dazu zählt unter anderem die Sauerstofftherapie, Diuretika oder eine Lymphdrainage. Aderlässe und Antikoagulation werden nur noch in seltenen Fällen empfohlen.

Keine etablierte Therapie gibt es bei den häufigsten Formen der PH bei Linksherzer­kran­kungen oder Lungenerkrankungen. Hier können Ärzte nur die Grundkrankheit behan­deln. Einige entwickeln daraus eine schwere PH, die gelegentlich einer pulmonal arteri­ellen Hypertonie ähnelt. Hier ist eine individuelle Therapie erforderlich, bestenfalls in ei­nem spezialisierten Zentrum, empfehlen die Autoren. Das gelte für jede schwerwiegende und lebensbedrohliche, seltene Erkrankung. © gie/aerzteblatt.de

Anzeige
Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

17.07.17
COPD: Veränderte Lunge, verändertes Mikrobiom
München – Bei einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) kann es mit der Zeit zu strukturellen Veränderungen in der Lunge kommen. Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrums München konnten......
22.05.17
COPD: Nicht-invasive Beatmung in Heimtherapie in Studie effektiv
London – Eine zusätzliche nicht-invasive Beatmung mit einem Heimgerät kann die erneute Hospitalisierung oder den Tod von Patienten im fortgeschrittenen Stadium einer chronisch obstruktiven......
04.05.17
Berlin – Für die Ursachenbekämpfung der Chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) stehen in Deutschland keine ausreichenden Möglichkeiten zur Verfügung. Diese Kritik erheben die Lungenfachärzte......
30.03.17
Notfallversorgung in der Pneumologie: Pilotprojekt für Respiratory Failure Units geplant
Stuttgart – Das europäische COPD-Audit hat einige Mängel bei der Notfallversorgung von COPD-Patienten aufgezeigt. Die Daten aus 13 europäischen Ländern zeigen unter anderem, dass trotz hoher......
24.03.17
COPD: Patienten profitieren von Vibrationstraining
Marburg – Patienten mit stabiler chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD), die dreimal pro Woche an einem Kniebeugen-Training teilnehmen, können ihre körperliche Leistung deutlich steigern. Noch......
16.03.17
„Für eine klimaadaptierte Therapie benötigen wir spezifischere Hilfsmittel“
Berlin – Der Klimawandel wirkt sich auch auf die Gesundheit aus. In Deutschland machen der Bevölkerung vor allem Extremwetterlagen wie Hitzewellen, Trockenperioden und Überschwemmungen zu schaffen.......
10.03.17
Obst und Gemüse senken das COPD-Risiko
Warschau – Jede tägliche Portion Obst oder Gemüse senkt bei ehemaligen und aktuellen Rauchern das Risiko, eine COPD zu entwickeln. In Thorax berichten Forscher um Joanna Kaluza an der......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige