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Psychisch kranke Patientinnen sexuell missbraucht

Freitag, 10. Februar 2017

Ansbach – Ein Arzt im bayerischen Feuchtwangen soll drei Patientinnen mehr als drei Jahre lang sexuell missbraucht haben. Die Staatsanwaltschaft ermittle in 107 Fällen, be­richtete ein Sprecher der Ansbacher Anklagebehörde gestern. Der Arzt habe mit dem an­geblich einvernehmlichen Sex mit den erwachsenen Frauen das Arzt-Patienten-Ver­hält­nis ausgenutzt.

Der Beschuldigte hat die Vorwürfe eingeräumt, teilte dessen Anwalt mit. Dem Arzt droht nach Angaben der Staatsanwaltschaft bei Verurteilung eine Haftstrafe zwischen drei Mo­naten und fünf Jahren.

Nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft hatte der als Therapeut arbeitende Haus­arzt zwischen 2012 und Dezember 2015 regelmäßig psychisch kranke Patientinnen in seine Praxis bestellt – meist in den späten Abendstunden. Dabei habe er fast immer Sex mit den Frauen gehabt; seinen Opfern habe er erklärt, dies sei Teil der Therapie.

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Die Staatsanwaltschaft sieht das anders: In ihren Augen hat der Arzt die Frauen „unter Ausnutzung des Behandlungsverhältnisses“ sexuell missbraucht. Dabei habe er die La­bilität seiner psychisch kranken Patienten ausgenutzt. Eine der Frauen meldete sich bei der Polizei.

Der Anwalt hält dem entgegen: „Ich gehe davon aus, dass es sich um emotionale Bezie­h­ungen gehandelt hat, wo eine Therapie keine Rolle spielte.“ Das ändere natürlich nichts an der Tat, räumte er ein. © dpa/aerzteblatt.de

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