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Neues akademisches Zentrum für Komplementärmedizin

Freitag, 10. Februar 2017

Heidelberg – Die vier Universitätskliniken Heidelberg, Freiburg, Ulm und Tübingen haben das „Akademische Zentrum für Komplementäre und Integrative Medizin“ (AZKIM) gegrün­det, um Einflüsse und Sicherheit komplementärmedizinischer Anwendungen zu untersu­chen. Das baden-württembergische Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst fördert das AZKIM mit insgesamt 1,2 Millionen Euro für drei Jahre.

Ein Forschungsschwerpunkt der Wissenschaftler aus den Bereichen Immunologie, Onko­logie, Naturstoffanalytik, Allgemeinmedizin und Naturheilkunde ist die Wirksamkeit von Pflanzenstoffen auf das Immunsystem. „Wir wollen herausfinden, ob sich die Aktivität und das Wanderungsverhalten von Immunzellen durch bestimmte Pflanzenstof­fe beeinflussen lassen, um eine gestörte Immunabwehr wieder in das optimale Gleich­ge­wicht zu bringen. Langfristiges Ziel ist es, jene komplementärmedizinischen Thera­pien in eine ganzheitliche Universitätsmedizin zu integrieren, die auf fundierten wissen­schaftlichen Erkenntnissen beruhen“, erklärt Yvonne Samstag, Initiatorin und feder­führende Sprecherin des Verbundes.

Auch Fragestellungen zu Einflüssen von Ernährung oder anderen Anwendungen wie Akupunktur interessieren die Mitarbeiter des AZKIM. Neben ihrer Grundlagen- und klinischen Forschung arbeiten sie an der verstärkten Implementierung komplementär­medi­zinischer Inhalte in das medizinische Studium und in Weiterbildungen. © hil/aerzteblatt.de

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