Vermischtes

Stada beginnt Übernahmegespräche

Montag, 13. Februar 2017

Bad Vilbel – Das Bieterrennen um Stada ist eröffnet. Der Arzneimittelkonzern habe Über­nahmegespräche mit den Finanzinvestoren Cinven und Advent begonnen, teilte Stada heute mit. Dies habe der Vorstand einstimmig beschlossen. Der MDax-Konzern aus Hes­s­en sei in „ergebnisoffene Gespräche“ eingetreten, in denen „die Interessenten ihre stra­tegischen Konzepte näher erläutern“ könnten.

Gestern Abend hatte Stada zunächst verkündet, zwei „rechtlich unverbindliche Inter­es­sen­bekundungen für den Erwerb von bis zu 100 Prozent der Aktien“ erhalten zu ha­ben. Darunter sei die Beteiligungsgesellschaft Cinven, die 56 Euro je Aktie biete. Nun nannte Stada mit Advent auch den Namen des zweiten Interessenten.

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Die Finanzinvestoren könnten „auf unterschiedliche Weise attraktive Optionen im Un­ter­nehmensinteresse bieten“, hieß es weiter. Details zu der Offerte von Advent teilte der Kon­zern zunächst nicht mit. Der Kurs der Stada-Aktie schoss am Mittag knapp 15 Pro­zent in die Höhe.

Stada stellt Generika sowie rezeptfreie Markenprodukte her und befindet sich seit Län­ge­­­rem im Umbau. 2016 hatte sich das Unternehmen vom langjährigen Chef Hartmut Retz­laff getrennt. Der Großaktionär und Investor AOC hatte zudem im Sommer Auf­sichts­rats­chef Martin Abend zu Fall gebracht und Verbesserungen im Geschäftsmodell verlangt.

Zuletzt hatte der Geschäftsumbau das Ergebnis belastet. Nicht profitable Geschäfts­felder sind aufgegeben und abgeschrieben worden. Der Konzerngewinn hatte sich deshalb im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 18,3 Millionen Euro halbiert.

Für 2016 erwartet Stada indes leichte Zuwächse bei Umsatz und operativem Gewinn. Der be­reinigte Konzerngewinn soll mindestens 180 Millionen Euro erreichen. Das wäre ein Plus von 8,6 Prozent. Zahlen für 2016 legt Stada am 23. März vor. © dpa/aerzteblatt.de

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