Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Modellprojekt zur medizinischen Versorgung für Menschen ohne Papiere

Montag, 13. Februar 2017

Jena/Erfurt – Krank und ohne Ausweis in Deutschland: Mit 230.000 Euro fördert das So­zialministerium in Thüringen in diesem Jahr den Aufbau einer medizischen Versor­gungs- und Vermittlungsstelle für Menschen ohne Papiere. Zum Start des Modellprojek­tes über­gab Ministerin Heike Werner (Linke) heute die Fördermittel an den Verein „Ano­nymer Kran­kenschein“ Jena. Er setzt sich dafür ein, dass Menschen ohne Krankenver­sicherung oder solche, die aus Angst vor Abschiebung keinen Arzt aufsuchen, medizini­sche Hilfe erhalten.

Ziel sei eine flächendeckende medizinische Versorgung dieser Menschen unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus, sagte Werner. Allein eine auf dem Ehrenamt basierende Ver­sorgung – bei allem Engagement – könne auf Dauer die notwendigen Behandlungen nicht sicherstellen. Gefördert werden je eine Arzt- und eine Verwaltungsstelle in Teilzeit so­wie medizinische Behandlungen und Arzneimittel.

Anzeige

Für Menschen ohne Papiere, darunter Flüchtlinge, hat sich die rot-rot-grüne Regierung in ihrem Koalitionsvertrag für die Einführung von anonymisierten Krankenscheinen ein­ge­setzt. Laut Aufenthaltsgesetz sind die Sozialämter verpflichtet, Menschen ohne regu­lä­ren Aufenthaltsstatus an die Ausländerbehörde zu melden. Aus Angst vor Abschie­bung lassen sie viele Betroffene daher nicht behandeln. © dpa/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

18.04.17
Hannover – Sprachbarrieren bei der Beratung geflüchteter Frauen zu überwinden ist das Ziel des Projekts „Worte helfen Frauen“ in Niedersachsen. Das 2016 gestartete Übersetzerangebot bei Gewalt- und......
11.04.17
Berlin – Sozialverbände und Kinderhilfsorganisationen haben die Bundesregierung davor gewarnt, die Versorgung minderjähriger Flüchtlinge in Deutschland zu verschlechtern. Ein morgen im Bundeskabinett......
10.04.17
Berlin – Die Unterbringung und Betreuung von geflüchteten Frauen und Kindern muss nach Psychotherapeuteneinschätzung dringend verbessert werden. „Wir brauchen verbindliche Mindeststandards für den......
10.04.17
Stralsund – Die Regensburger Hilfsorganisation „Sea Eye“ will morgen mit ihrem zweiten Rettungsschiff von Stralsund aus Richtung Mittelmeer aufbrechen. Mit dem etwa 60 Jahre alten Fischkutter namens......
04.04.17
Gute Erfahrungen mit der Gesundheitskarte für Flüchtlinge in NRW
Düsseldorf/Hannover – Bei der Einführung einer elektronischen Gesundheitskarte (eGK) für Flüchtlinge ist Deutschland weiterhin ein Flickenteppich. Auch die Meinungen zu der Karte gehen immer noch......
03.04.17
Rom – Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) hat ein katastrophales Bild von den Zuständen in libyschen Haftzentren für Migranten gezeichnet. „Ich kämpfe immer noch ein wenig mit den......
30.03.17
Kobane/Mainz – Nach dem Besuch in einem Flüchtlingslager im Norden von Syrien hat der Mainzer Sozialmediziner Gerhard Trabert von katastrophalen Zuständen berichtet. Für 5.000 Menschen in der......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige