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Asklepios-Kliniken gründen virtuelles Tumorzentrum

Mittwoch, 15. Februar 2017

Hamburg – Krebspatienten sollen in allen sieben Hamburger Asklepios-Kliniken künftig von einem virtuellen Tumorzentrum betreut werden. Zu dem Zentrum gehören mehr als 200 Chef- und Oberärzte der Krankenhäuser, wie der Hamburger Asklepios-Geschäfts­führer Joachim Gemmel heute mitteilte. Die jeweiligen Spezialisten sollen auf Video­kon­ferenzen über die Fälle beraten und ge­meinsam eine Therapie festlegen. Der Patient habe die Sicherheit, dass es eine ärztliche Zweit- oder Drittmeinung gebe, hieß es.

Dass Chirurgen, Radiologen, Pathologen und andere Experten Krankheitsfälle in Tumor­boards fächerübergreifend kooperieren, ist nicht ungewöhnlich. Asklepios führt aller­dings den Sachverstand von sieben verschiedenen Klinikstandorten zusammen. An den Tumorkonferenzen sollen nicht nur die Ärzte der sieben Kranken­häuser, sondern auch niedergelassene Ärzte teilneh­men.

Das Zusammenwirken der Experten sei wichtig, weil sich die Behandlungsmethoden be­ständig veränderten. Hagenmüller sprach von zwei „Grenzverschiebungen“: Immer mehr Patienten könnten durch eine Operation gerettet und geheilt werden. Auch rund 20 Pro­zent der Metastasen könnten auf diese Weise entfernt werden. Auf der anderen Seite sei es häufiger möglich, große, belastende Operationen – etwa an der Speise­röhre oder am Magen-Darm-Trakt – durch minimalinvasive Eingriffe zu ersetzen.

Die Kliniken des Asklepios-Konzerns behandeln rund 16.000 Krebspatienten im Jahr sta­tionär. Zum Vergleich: Das Universitätsklinikum Eppendorf zählt nach eigenen Anga­ben 9.000 Patienten, die unmittelbar wegen Krebs behandelt werden. Laut offiziellem Krebs­re­gister erkranken in Hamburg jedes Jahr rund 9.500 Menschen neu an Krebs. Der Ein­zugsbereich der Kliniken reicht weit über die Hamburger Stadtgrenzen hinaus. © dpa/aerzteblatt.de

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