Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

Hartmannbund lehnt einheitliche Gebührenordnung ab

Dienstag, 14. Februar 2017

Berlin – CDU und SPD haben in den vergangenen Monaten mehrfach laut über ei­ne ein­heitliche Gebührenordnung von privater- und gesetzlicher Kran­ken­ver­siche­rung nachge­dacht. Der Hartmannbund erteilte den Überlegungen nun eine Abfuhr.

Eine Diskussion um eine einheitliche Gebührenordnung könne – wenn überhaupt – nur im Rahmen einer praktikablen Einzelleistungsvergütung und sozialverträglich organisier­ter Kostenerstattung geführt werden, sagte der Vorsitzende des Hartmannbundes, Klaus Reinhardt, in Berlin. Er forderte zugleich, die politischen Entscheidungsträger dürf­ten sich nicht länger vor einer Diskussion über intelligente Instrumente zur Mengensteue­rung durch eine Selbstbeteiligung von Patienten drücken.

Kompromisslos ablehnend zeigte sich der Vorsitzende des Hartmannbundes mit Blick auf eine droh­ende sukzessive Verstaatlichung des Gesundheitssystems. Dies habe sich in der Regel als patientenfeindlich und wenig leistungsfördernd erwiesen, betonte Rein­hardt unter an­derem mit Hinweis auf aktuelle Probleme des britischen Gesundheitssys­tems und skandi­navische Rationierungsmedizin.

Es sei brand­gefährlich, den Menschen weismachen zu wollen, es gäbe auf sehr kom­ple­xe Fragestellungen ganz einfache Ant­wor­ten. „Diesem sich aktuell offenbar wieder ein­mal ausbreitenden Hang zum Populismus darf die Politik nicht verfallen. Dies gilt auch für das Thema Bürgersversicherung“, sagte Reinhardt. © may/EB/aerzteblatt.de

Anzeige
Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

22.11.17
TK-Chef fordert einheitliche Honorierung von Ärzten
Hamburg/Berlin – Eine einheitliche Honorierung der niedergelassenen Ärzte hat der Vorstandsvorsitzende der Techniker Krankenkasse (TK), Jens Baas, gefordert. „Auf Dauer müssen wir zu einer......
13.11.17
Laborreform wird auf April 2018 verschoben
Berlin – Die Laborreform, über die derzeit Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und GKV-Spitzenverband verhandeln, wird um ein Quartal auf den 1. April 2018 verschoben. Das hat die KBV heute auf......
10.11.17
Koalitions­verhandlungen: KBV will Ende der Budgetierung
Berlin – Der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, hat in einer Erklärung an die künftigen Koalitionspartner appelliert, in ihren Beratungen die......
07.11.17
Ärzte erwarten von künftiger Regierungskoalition bessere Finanzierung der ambulanten Medizin
Hannover/Berlin – Bei den Sondierungsgesprächen für eine mögliche Jamaika-Koalition aus Union, Grünen und der FDP sollte die Finanzierung der ambulanten Medizin eine wichtige Rolle spielen. Das......
06.11.17
Ärzteverbände fordern Entbudgetierung von Grundleistungen
Berlin – Die Grundleistungen in allen medizinischen Fächern aus dem Budget zu nehmen und damit die geltenden Mengenbegrenzungen aufzuheben, fordert der Berufsverband der Augenärzte Deutschlands (BVA).......
01.11.17
Resolution für Ende der Budgetierung
Neumünster – Die Budgetierung aller Leistungen der Grundversorgung muss beendet werden. Damit setze man die nötigen Anreize, die wohnortnahe fachärztliche Versorgung zu stärken. Das fordern die......
19.10.17
Honorarumsätze der niedergelassenen Ärzte regional unterschiedlich
Berlin – Der durchschnittliche Honorarumsatz je niedergelassenen Arzt beziehungsweise Psychotherapeut ist im Jahr 2015 gegenüber 2014 um 1,2 Prozent oder 2.576 Euro auf 211.892 Euro gestiegen. Das......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
J
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige