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Ärzteschaft

Hartmannbund lehnt einheitliche Gebührenordnung ab

Dienstag, 14. Februar 2017

Berlin – CDU und SPD haben in den vergangenen Monaten mehrfach laut über ei­ne ein­heitliche Gebührenordnung von privater- und gesetzlicher Kran­ken­ver­siche­rung nachge­dacht. Der Hartmannbund erteilte den Überlegungen nun eine Abfuhr.

Eine Diskussion um eine einheitliche Gebührenordnung könne – wenn überhaupt – nur im Rahmen einer praktikablen Einzelleistungsvergütung und sozialverträglich organisier­ter Kostenerstattung geführt werden, sagte der Vorsitzende des Hartmannbundes, Klaus Reinhardt, in Berlin. Er forderte zugleich, die politischen Entscheidungsträger dürf­ten sich nicht länger vor einer Diskussion über intelligente Instrumente zur Mengensteue­rung durch eine Selbstbeteiligung von Patienten drücken.

Kompromisslos ablehnend zeigte sich der Vorsitzende des Hartmannbundes mit Blick auf eine droh­ende sukzessive Verstaatlichung des Gesundheitssystems. Dies habe sich in der Regel als patientenfeindlich und wenig leistungsfördernd erwiesen, betonte Rein­hardt unter an­derem mit Hinweis auf aktuelle Probleme des britischen Gesundheitssys­tems und skandi­navische Rationierungsmedizin.

Es sei brand­gefährlich, den Menschen weismachen zu wollen, es gäbe auf sehr kom­ple­xe Fragestellungen ganz einfache Ant­wor­ten. „Diesem sich aktuell offenbar wieder ein­mal ausbreitenden Hang zum Populismus darf die Politik nicht verfallen. Dies gilt auch für das Thema Bürgersversicherung“, sagte Reinhardt. © may/EB/aerzteblatt.de

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