Ausland

EU-Kommission rügt Deutschland wegen starker Luftverschmutzung

Donnerstag, 16. Februar 2017

Brüssel – Wegen anhaltend starker Luftverschmutzung hat die EU-Kommission ein Mahn­­schreiben an Deutschland geschickt. In insgesamt 28 Gebieten werden die Stick­stoffdioxid-Werte zu stark überschritten, wie die Brüsseler Behörde heute mitteilte. Unter den betroffenen Gebieten sind Berlin, München, Hamburg und Köln.

Stickstoffoxide entstehen bei Verbrennungsprozessen, etwa in Feuerungsanlagen für Koh­le, Öl, Gas, Holz und Abfälle. In Ballungsgebieten ist nach Angaben des Umweltbun­des­amtes der Straßenverkehr die wichtigste Quelle. Insbesondere Menschen mit Aller­gien und vorgeschädigten Atemwegen leiden darunter.

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2003 waren anhaltend hohe NO2-Konzentrationen nach Angaben der EU-Kommission für knapp 70.000 vorzeitige Todesfälle in Europa verantwortlich. Das sei beinahe das Dreifache der Zahl der Opfer tödlicher Straßenverkehrsunfälle im selben Jahr.

Neben Deutschland rügte die EU-Kommission auch Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien wegen mutmaßlicher Verletzung der europäischen Luftqualitätsvorschrif­ten. Die Länder haben nun zwei Monate Zeit, die Forderungen der EU-Kommission umzuset­zen. Falls sie dies nicht tun, kann die Behörde sie danach auch vor den Euro­päischen Gerichtshof bringen. Am Ende drohen auch Bußgelder. © dpa/aerzteblatt.de

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