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Vermischtes

Stiftung kritisiert sinkende Ausgaben für Krankheitsbekämpfung

Freitag, 17. Februar 2017

Hannover – Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) kritisiert sinkende Investitio­nen in die Forschung zu Armutskrankheiten. „Die mangelnde Finanzierung gefährdet Menschenleben“, erklärte die DSW-Geschäftsführerin Renate Bähr gestern in Hannover. Die meisten Todesfälle durch Armutskrankheiten könnten verhindert werden.

Die DSW reagierte auf Zahlen einer „G-Finder“-Studie, die das Institut Policy Cures aus Australien veröffentlicht hat. Demnach wurden 2015 in die Forschung und Entwicklung zu in manchen Staaten armutsbedingten Krankheiten wie Aids, Tuberkulose und Malaria 68 Millionen US-Dollar weniger investiert als im Vorjahr. Damit sei die Gesamtsumme der In­vestitionen aus dem öffentlichen Sektor, der Industrie und von gemeinnützigen Organi­sationen im dritten Jahr in Folge gesunken. Deutschland investierte 2015 laut Untersu­chung 51 Millionen US-Dollar. Dies entspreche 2,6 Prozent der Gesamt­förde­rung.

Insgesamt standen laut Studie rund drei Milliarden US-Dollar zur Verfügung. Der über­wie­gende Teil der Gelder (71 Prozent) sei in die Forschung und Entwicklung zu Aids, Tuber­ku­lose und Malaria geflossen. Doch auch hier seien die Investitionen im Vergleich zu 2014 rückläufig. Für Malaria seien sie um drei Prozent und für Aids um 5,4 Prozent zurück­gegangen.

„Über eine Milliarde Menschen in Entwicklungsländern leiden unnötigerweise an armuts­be­dingten Krankheiten“, so Bähr. Es fehle weiterhin an wirksamen Schutzimpfungen ge­gen manche Krankheiten. Deutschland sei als Wissenschaftsstandort in der Pflicht, sich stärker gegen Armutskrankheiten zu engagieren. „Gerade im Hinblick auf die derzeitige G20-Präsidentschaft muss die Bundesregierung ein deutliches Zeichen setzen und andere Länder mitziehen.“ © kna/aerzteblatt.de

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