Vermischtes

Gewebespenden: Spenderzahlen deutlich gestiegen

Freitag, 17. Februar 2017

Berlin – Die Zahl der Gewebespender im Netzwerk der Deutschen Gesellschaft für Gewe­betransplantation (DGFG) ist im vergangenen Jahr nach vorläufigen Angaben um 12,1 Prozent angestiegen. Noch nie zuvor in der Geschichte der DGFG hätten so viele Men­schen Gewebe gespendet, teilte die Gesellschaft heute mit.

Demnach haben 2.341 Menschen Augenhornhaut, Herzklapp­en oder Blutgefäßen ge­spendet. 4.053 Gewebetransplantate hat die DGFG an Patienten vermittelt. Mit etwa drei Vierteln haben Augenhornhäute den größten Anteil. „Viele neue Gewebespende­pro­gram­me, unter anderem in Baden-Württemberg, im Saar­land und in Nordrhein-West­fa­len, sind erfolgreich angelaufen“, sagte Martin Bör­gel, Geschäftsführer der DGFG.

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Der Anteil der Gewebespender, die auch Organspender sind, hat nach DGFG-Angaben 2016 weiter abgenommen: 206 Gewebespender im DGFG-Netzwerk und damit we­niger als neun Prozent waren auch Organspender. Der Rückgang betrug knapp fünf Prozent. „Da Herzklappen und Blutgefäße überwiegend aus der Organspende stammen, ist auch die Anzahl dieser gespendeten Gewebe um 5,6 Prozent auf insgesamt 266 Prä­parate zurückgegangen“, hält Börgel fest.

Die DGFG ist eine unabhängige, gemeinnützige Gesellschaft, die seit 1997 die Gewebe­spende und -transplantation in Deutschland fördert. Jede medizinische Einrichtung in Deutschland kann Gewebe von der DGFG beziehen. Gesellschafter sind vier Universitä­ten – das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden, das Universitätsklinikum Leip­zig, die Medizinische Hochschule Hannover sowie die Universitätsmedizin Rostock. © may/EB/aerzteblatt.de

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