Vermischtes

Krebsheiler will Approbation zurück, Gericht lehnt ab

Freitag, 17. Februar 2017

Frankfurt/Main – Der selbsternannte Krebsheiler Ryke Geerd Hamer will in Deutschland wieder als Arzt zugelassen werden. Das Verwaltungsgericht Frankfurt am Main lehnte es jedoch ab, ihm seine Approbation zurückzugeben.

„Das Gericht ist der Überzeugung, dass der Kläger allein seinen eigenen medizinischen Ansatz verfolgt, diesen in den Vor­dergrund stellt und herkömmliche schulmedizinische Auf­­fassungen verunglimpft“, be­grün­dete das Gericht seine heute veröffentlichte Ent­schei­dung. Hamer kann beim Hessi­schen Verwaltungsgerichtshof in Kassel Berufung ein­legen.

Anzeige

Hamer lehnt die Schulmedizin ab. Für viel Aufsehen sorgte in den 1990er-Jahren der Fall der damals sechsjährigen Olivia. Sie litt an einem mit konventioneller Medizin meist gut heilbaren Tumor, ihre Eltern ließen sich je­doch nur von Hamer beraten. Erst nach Entzug des Sorgerechts wurde Olivia schulme­dizi­nisch versorgt und geheilt.

Hamer war 1986 die Zulassung als Arzt entzogen worden. 2008 hatte er schon einmal er­folglos versucht, seine Approbation wiederzubekommen. 2015 machte er einen neuen Ver­such, aber das Land Hessen lehnte ab. Hamer klagte gegen die Entscheidung. Am 7. Februar wurde der Fall nun mündlich verhan­delt. Das Verwaltungsgericht lehnte die Kla­ge ab. © dpa/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

16.02.17
Brustimplantat­skandal: EuGH lässt Schmerzensgeldfrage offen
Luxemburg – Im Skandal um minderwertige Brustimplantate müssen betroffene Frauen weiter um Schmerzensgeldzahlungen bangen. Ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) widersprach heute in weiten......
14.02.17
Karlsruhe – Im Streit um Schadenersatz für mangelhafte Silikon-Brustimplantate des französischen Herstellers Poly Implant Prothèse (PIP) will der Europäische Gerichtshof (EuGH) am kommenden Donnerstag......
13.02.17
Augsburg – Wegen Ausstellens falscher Atteste ist ein 48 Jahre alter Mediziner vom Amtsgericht Augsburg zu einer Geldstrafe von 3.000 Euro verurteilt worden (Az. 19 Cf 306 Jf 108 328/16). Der Anklage......
10.02.17
Ansbach – Ein Arzt im bayerischen Feuchtwangen soll drei Patientinnen mehr als drei Jahre lang sexuell missbraucht haben. Die Staatsanwaltschaft ermittle in 107 Fällen, berichtete ein Sprecher der......
08.02.17
Bamberg – Ein suspendierter Chefarzt einer Bamberger Klinik, gegen den wegen des Verdachts der Vergewaltigung ermittelt wird, kommt gegen Zahlung einer Kaution auf freien Fuß. Derzeit befinde er sich......
08.02.17
München – Ein Mann, der seine ehemalige Partnerin mit dem Aids-Erreger HIV angesteckt hat, muss ihr 71.000 Euro Schmerzensgeld plus Zinsen bezahlen. Das hat das Oberlandesgericht München heute......
02.02.17
Berlin – Sozialämter dürfen Pflegebedürftigen, denen vorgeworfen wird, sich an einem Pflegebetrug beteiligt zu haben, nicht mit sofortiger Wirkung die Sozialleistungen kürzen. Das haben der 23. und......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige