Politik

Hohes Risiko für Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates in Gesundheitsberufen

Freitag, 17. Februar 2017

Berlin – Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates gehören zu den häufigsten Gründen für Krankschreibungen. Sie verursachen fast jeden vierten Arbeitsunfähig­keits­­tag in Deutschland. Das geht aus dem Forschungsbericht „Berufskrankheiten durch me­chanische Einwirkungen“ der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hervor.

Manche der Erkrankungen sind demnach auch als Berufskrankheiten aner­kannt. Beson­ders hoch ist das Risiko für Frauen in Pflegeberufen, in der Geburts­hilfe so­wie in medizi­nischen Fachberufen. Bei den Männern sind vor allem Bergleute und Stein­bearbeiter, Be­schäftigte in der Baubranche sowie Hilfsarbeiter betroffen.

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„Unter Frauen weist die Berufsgruppe der Krankenpfleger mit 16 Fällen/100.000 Versi­cherten ein Risiko auf, das einer Überschreitung der ‚Toleranzschwelle‘ gleichkommt“, schreiben die Wissenschaftler in dem Bericht. Sie kritisieren, dass in der offiziellen Be­richterstattung zum Berufskrankheitengeschehen bislang ein Bezug zur Erwerbs­bevölke­rung fehle. Die jetzt vorliegenden Zahlen erlaub­ten es daher, Präventions­bedarfe zu er­mitteln und Handlungspotenziale für konkrete Berufsfelder abzuleiten. © hil/aerzteblatt.de

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