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Politik

Sport pro Gesundheit: Zertifizierung der Präventionskurse vereinfacht

Freitag, 17. Februar 2017

/dpa

Berlin – Immer mehr Sportvereine bieten zertifizierte Kurse für das sogenannte Rezept für Bewegung an. „Die bundesweit tätige Prüfstelle erfreut sich seit ihrem Start vor drei Jahren großen Zuspruchs durch die Kursanbieter, das zeigt uns die rasant wachsende Zahl von Zertifizierungen“, erläutert Ulrike Elsner, Vorstandsvorsitzende des bei der Zen­tralen Prüfstelle Prävention federführenden Verbandes der Ersatzkassen (vdek).

Der daran beteiligte Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hat jetzt ein Onlineportal eingerichtet, dass die Zertifizierung der Kurse vereinfacht. „Mit der neuen Serviceplatt­form wird die Auswahl an qualitätsgeprüften Präventionskursen im Bereich Bewegung noch weiter wachsen. Das ist eine gute Nachricht für die Versicherten“, sagte Elsner.

Das „Rezept für Bewegung“ ist eine bundesweite Initiative des DOSB, der Bundes­ärzte­kammer (BÄK) und der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention. Ärzte geben ihren Patienten damit eine schriftliche Empfehlung für körperliche Aktivität. Die Vereine bieten dafür Sportangebote, die mit einem Qualitätssiegel „Sport pro Gesund­heit“ zertifiziert sind.

„Die Qualitätssiegel stoßen auf großes Interesse, sind ein hervorragendes Angebot für Vereinsmitglieder und auch Ansporn für Neueinsteiger, sich einem Sportverein anzu­schließen“, sagte Karin Fehres, Vorstand Sportentwicklung im DOSB. © hil/aerzteblatt.de

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´hajodba@gmx.de
am Dienstag, 21. Februar 2017, 12:00

Was nutz ein "Zertifizierte Präventionskurs", wenn das "effektive Training an technischen Geräten" ausgeschlossen ist?

"Rezept für Bewegung" mag sich gut anhören. Aber was nutzt es
dem Patienten, der "altersbedingt" ein "Muskelaufbau-Training"
absolvieren will? Ich besitze "Trainingserfahrungen (siehe DÄ:
"Statine verhindern Trainingseffekt ...") und die Ärzte meiner
multimorbiden Lebensgefährtin verordneten ihr "Kraft-Training
an technischen Geräten", das sie mit großem Erfolg durchführte.

Heute gibt es eine "geänderte Rahmenvereinbarung" und darin ist
unter "Punkt 4.7" ausdrücklich "ausgeschlossen":

"Übungen an technischen Geräten, die zum Muskelaufbau
oder Ausdauersteigerung dienen"

Ds heißt, selbst "Patienten, die "Rehabilitationssport" betreiben
solle, wird dieses "effektive Training" verweigert, weil die von
den "Partnern der Rahmenvereinbarung" (dazu gehört u.a. auch der
"Behindertensportverband in Vertretung des Deutschen Olympischen
Spotbundes (DOSP)". Das heißt, statt "Training an technischen
Geräten" verordnen zu können, soll der Arzt ein "Rezept für
Bewegung" ausstellen. Wobei er nicht genau weiß, "Was seinen
Patienten" dabei erwartet und "Wie effektiv" dies ist.
SalutoCompetence
am Freitag, 17. Februar 2017, 19:30

Prävention durch Sport - wie gehen die Ärzte damit um?

So weit mir bekannt ist, tun sich niedergelassene Ärzte noch immer recht schwer mit der Einbindung von "Sport pro Gesundheit" und dem dazu gehörenden möglichen (grünen) "Rezept für Bewegung". Solange sie nicht wissen, ob und wie sie die Beratung abrechnen können und solange sie nicht wissen welche Qualifikation sich hier den Lizenzen der ÜbungsleiterInnen verbirgt, klagen sie lieber über die Budgetierung bei den Physiotherapierezepten.

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