Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

Wetzlarer Klinikum prüft Impfstatus nach Masernfällen

Freitag, 17. Februar 2017

Wetzlar – Nach zwei Masernfällen am Klinikum Wetzlar hat die Geschäftsführung dazu aufgerufen, Krankenbesuche wenn möglich einzuschränken. Zwei Mitarbeiter aus dem medizinischen Bereich hatten sich mit dem Masernvirus infiziert. Eine Sprecherin der Lahn-Dill-Kliniken sprach heute von drei weiteren Verdachtsfällen, die noch nicht bestä­tigt seien. „Patienten, bei denen ein Verdacht auf Masern besteht, werden isoliert unter­gebracht“, sagte sie.

Mitarbeiter des Klinikums überprüfen demnach den Impfstatus aller Kollegen und Pa­tien­­ten, die stationär im Klinikum Wetzlar liegen oder neu aufgenommen werden. Mitar­beiter der Jahrgänge nach 1970, bei denen der Masernstatus nicht gesichert ist, würden nicht zur Krankenversorgung eingesetzt.

Vor 1970 geborene Personen haben laut Ro­bert-Koch-Institut die Masern zu 95 bis 98 Prozent durchgemacht und sind gegen das hoch­ansteckende Virus immun. Besucher der Wetzlarer Klinik, die ab den 1970er-Jah­ren geboren sind, sollten ihren Impfstatus prüfen. © dpa/aerzteblatt.de

Anzeige
Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

dr.med.thomas.g.schaetzler
am Sonntag, 19. Februar 2017, 00:40

Masern-Antikörper bestimmen!

Denn schematisch nur den reinen Impfstatus aller Arbeits-Kollegen in der Krankenversorgung und den der Pa­tien­­ten, die stationär im Klinikum Wetzlar liegen oder neu aufgenommen wurden, zu überprüfen, reicht beileibe nicht aus:

1. sind eine einzelne oder zwei Masern-Impfungen für den darauf folgenden Antikörper-Anstieg nicht zuverlässig genug.
2. Wegen der zahlreichen "non-responder" muss die Erstimpfung in der frühen Kindheit ja auch routinemäßig 2 Mal erfolgen.
3. Nur durch einen Antikörper-Status wird der tatsächliche Impf- und Immunstatus des Immunsystems detektiert.
4. Bei Masern-Kontakt bestehen neben einer Ansteckungsgefahr durch das hochkontagiöse Virus auch die Chance einer Antikörper-Boosterung einer bereits vorhandenen Impf- bzw. Krankheits-Immunität.
5. Dass vor 1970 geborene Personen laut Ro­bert-Koch-Institut (RKI) die Masern zu 95 bis 98 Prozent durchgemacht hätten und gegen das hoch­ansteckende Virus immun seien, müsste erst durch die beschriebenen Masern-Antikörper-Messungen beschrieben und verifiziert werden.
6. Wenn das RKI mit seiner Behauptung Recht hätte, müssten wesentlich mehr Fälle der tödlich verlaufende Masern-Spätkomplikation subakute sklerosierende Panenzephalitis (SSPE) bei vor 1970 Geborenen aufgetreten sein?

Aber das genaue Gegenteil ist der Fall!

Mf + kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund

Nachrichten zum Thema

16.09.17
Mikropartikel sollten Mehrfachimpfungen mit einer Injektion ermöglichen
Cambridge – US-Bioingenieure haben Mikropartikel entwickelt, die nach der Injektion in den Körper Arzneimittel oder Impfstoffe zu mehreren vorher festgelegten Zeitpunkten freisetzen. Erste......
07.09.17
MMR-Vakzine: Dritte Dosis schützt Studenten in Mumps-Epidemie
Atlanta – Die Schutzwirkung der MMR-Vakzine gegen Mumps lässt offenbar schneller nach als bisher angenommen. Dies zeigt die Auswertung eines Ausbruchs an einer US-Universität im New England Journal of......
07.09.17
Science-O-Mat: Positionen der Parteien bei Antibiotika, Impfpflicht und Gentechnik
Berlin – Der Science-O-Mat bietet eine ergänzende Entscheidungshilfe zum Wahl-O-Mat. Im Nachgang des „March for Science“ haben einige Teilnehmer 15 Thesen mit Wissenschaftsbezug formuliert und diese......
05.09.17
Politik stellt Impfprojekt in Berlin ein
Berlin – Eigentlich sollte das Impfmobil dafür sorgen, dass Impflücken bei Studenten geschlossen werden. Doch der Einsatz brachte nicht den gewünschten Erfolg. Das Projekt wird eingestellt. „Es ist......
05.09.17
Tuberkulose: BCG-Impfung schützt länger als angenommen
London – Die Inokulation mit dem Bacillus Calmette-Guérin (BCG), seit fast hundert Jahren die einzige Tuberkuloseimpfung, erzielt vermutlich eine längere Schutzwirkung als bisher angenommen. Britische......
01.09.17
Zahl der Masernfälle in Nordrhein-Westfalen deutlich gestiegen
Düsseldorf – Nordrhein-Westfalen hat im laufenden Jahr von allen Bundesländern die bisher höchste Zahl an Masern-Infektionen zu verzeichnen. Von Januar bis Mitte August zählte das Robert-Koch-Institut......
31.08.17
Elf Krankheiten: Frankreich will Impfpflicht für Kinder ausweiten
Paris – Frankreich will die Impfpflicht für Kinder ausweiten. Sie gelte vom kommenden Jahreswechsel an für Impfungen gegen elf Krankheiten, darunter Keuchhusten, Masern, Röteln und Hepatitis B,......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige