Vermischtes

Wetzlarer Klinikum prüft Impfstatus nach Masernfällen

Freitag, 17. Februar 2017

Wetzlar – Nach zwei Masernfällen am Klinikum Wetzlar hat die Geschäftsführung dazu aufgerufen, Krankenbesuche wenn möglich einzuschränken. Zwei Mitarbeiter aus dem medizinischen Bereich hatten sich mit dem Masernvirus infiziert. Eine Sprecherin der Lahn-Dill-Kliniken sprach heute von drei weiteren Verdachtsfällen, die noch nicht bestä­tigt seien. „Patienten, bei denen ein Verdacht auf Masern besteht, werden isoliert unter­gebracht“, sagte sie.

Mitarbeiter des Klinikums überprüfen demnach den Impfstatus aller Kollegen und Pa­tien­­ten, die stationär im Klinikum Wetzlar liegen oder neu aufgenommen werden. Mitar­beiter der Jahrgänge nach 1970, bei denen der Masernstatus nicht gesichert ist, würden nicht zur Krankenversorgung eingesetzt.

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Vor 1970 geborene Personen haben laut Ro­bert-Koch-Institut die Masern zu 95 bis 98 Prozent durchgemacht und sind gegen das hoch­ansteckende Virus immun. Besucher der Wetzlarer Klinik, die ab den 1970er-Jah­ren geboren sind, sollten ihren Impfstatus prüfen. © dpa/aerzteblatt.de

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dr.med.thomas.g.schaetzler
am Sonntag, 19. Februar 2017, 00:40

Masern-Antikörper bestimmen!

Denn schematisch nur den reinen Impfstatus aller Arbeits-Kollegen in der Krankenversorgung und den der Pa­tien­­ten, die stationär im Klinikum Wetzlar liegen oder neu aufgenommen wurden, zu überprüfen, reicht beileibe nicht aus:

1. sind eine einzelne oder zwei Masern-Impfungen für den darauf folgenden Antikörper-Anstieg nicht zuverlässig genug.
2. Wegen der zahlreichen "non-responder" muss die Erstimpfung in der frühen Kindheit ja auch routinemäßig 2 Mal erfolgen.
3. Nur durch einen Antikörper-Status wird der tatsächliche Impf- und Immunstatus des Immunsystems detektiert.
4. Bei Masern-Kontakt bestehen neben einer Ansteckungsgefahr durch das hochkontagiöse Virus auch die Chance einer Antikörper-Boosterung einer bereits vorhandenen Impf- bzw. Krankheits-Immunität.
5. Dass vor 1970 geborene Personen laut Ro­bert-Koch-Institut (RKI) die Masern zu 95 bis 98 Prozent durchgemacht hätten und gegen das hoch­ansteckende Virus immun seien, müsste erst durch die beschriebenen Masern-Antikörper-Messungen beschrieben und verifiziert werden.
6. Wenn das RKI mit seiner Behauptung Recht hätte, müssten wesentlich mehr Fälle der tödlich verlaufende Masern-Spätkomplikation subakute sklerosierende Panenzephalitis (SSPE) bei vor 1970 Geborenen aufgetreten sein?

Aber das genaue Gegenteil ist der Fall!

Mf + kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund

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