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Gewalt gegen Feuerwehr und Rettungssanitäter nimmt zu

Montag, 20. Februar 2017

Hannover – Immer öfter werden Feuerwehrleute und Sanitäter Opfer von Pöbeleien und Gewalt. Häufig seien Alkohol und Drogen im Spiel, sagt das Deutsche Rote Kreuz (DRK). Aber auch generell sinkt der Respekt gegenüber den Helfern.

In Niedersachsen stieg die Zahl der Vorfälle im vergangenen Jahr auf 155 nach 144 im vo­rangegangenen Jahr, wie das Landeskriminalamt mitteilte. 117 Helfer wurden bei Über­­griffen verletzt, 2015 waren es 110. Vor einigen Jahren war die Problematik noch deutlich geringer, 2011 gab es bei 91 Vorfällen 69 Verletzte.

Die von Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) in einer Gesetzesreform vorgesehene Strafverschärfung für solche Übergriffe könne eine abschreckende Wirkung haben, sag­te der Landeschef der Gewerkschaft der Polizei, Dietmar Schilff, dem NDR. Darüber hi­naus müsse aber auch in Schulen und Vereinen frühzeitig ein respektvoller Umgang mit Helfern vermittelt werden, sagte Schilff.

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Ein Teil der Übergriffe gehe von den Menschen aus, die eigentlich Hilfe benötigten und beim Eintreffen der Retter plötzlich aggressiv reagierten, sagte die Sprecherin des DRK in Niedersachsen, Kerstin Hiller. Häufig seien in diesen Fällen Alkohol und Drogen im Spiel. Langjährige Helfer berichteten aber auch von einem generellen Trend zu schwin­dendem Respekt gegenüber Helfern. Das äußere sich nicht nur in Gewalt, sondern auch in Pöbe­leien.

Mit einem schweren Übergriff hatte zuletzt die Feuerwehr in Salzgitter in der Neujahrs­nacht zu tun. Zwei freiwillige Wehrmänner wurden aus einer Gruppe Feiernder heraus brutal zusammengeschlagen, als sie um das Räumen der Auffahrt baten, damit das Lösch­fahrzeug für einen Einsatz ausrücken konnte. Ein 33-Jähriger erlitt einen Bruch des Sprunggelenks und ihm wurden drei Zähne ausgeschlagen. Gegen einen 21-Jähri­gen und bis zu drei weitere Verdächtige wird wegen gefährlicher Körperverletzung er­mittelt. © dpa/aerzteblatt.de

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