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Medizin

Fünf Tage Fasten im Monat könnte Herz-Kreislauf-Erkran­kungen vorbeugen

Montag, 20. Februar 2017

dpa

Los Angeles – Eine „fasting-mimicking” Diät, die an fünf Tagen im Monat die Nahrungs­zufuhr auf ein Minimum beschränkt, hat in einer randomisierten kontrollierten Studie in Science Translational Medicine (2017; doi: 10.1126/scitranslmed.aai8700) mehrere kardiovaskuläre Risikofaktoren vermindert. Am meisten profitierten Personen mit erhöhten Ausgangswerten.

Wer regelmäßig fastet, lebt länger. Dies gilt nicht nur für die Bäckerhefe S. cerevisiae, Mäuse oder Menschenaffen (wo die Ergebnisse der Experimente aber umstritten sind), sondern vielleicht auch für den Menschen. Ein Beweis für eine lebensverlängernde Wirkung des Fastens steht noch aus. Er müsste in einer randomisierten Ernährungs­studie geführt werden, deren Teilnehmer langfristig einer Kalorienrestriktion ausgesetzt wären. Dazu dürften nur wenige Menschen bereit sein.

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Als Alternative zu der strengen Diät, der die Versuchstiere in den Experimenten ausgesetzt waren, hat Valter Longo, der Direktor des „Longevity Institute“ an der Universität von Südkalifornien in Los Angeles eine „fasting mimicking diet“ (FMD) erdacht. Die FMD beschränkt das Fasten auf fünf Tage im Monat, in denen die Probanden auch nicht vollständig auf das Essen verzichten müssen. Die FMD erlaubt am ersten Tag noch 1.090 Kilokalorien (von etwa 2.000 Kilokalorien, die ein Mensch in sitzender Tätigkeit täglich verbraucht). An den Tagen 2 bis 5 wird die Nahrungs­aufnahme dann auf 725 Kilokalorien eingeschränkt.

In einer randomisierten Cross-Over Studie testeten hundert Probanden im Alter von 20 bis 70 Jahren die Diät für jeweils drei Monate. 71 Probanden hielten bis zum Ende durch. Die FMD könnte deshalb für viele Menschen durchaus ein gangbarer Weg sein. 

Obwohl die Teilnehmer an den restlichen Tagen des Monats keinen Einschränkungen unterworfen waren, nahmen sie in den drei Monaten durchschnittlich 2,6 kg ab. Die Gewichtsreduktion betraf ausschließlich das Fettgewebe. Der Bauchumfang verminderte sich um 4,1 cm. Der Body-Mass-Index sank um 2,1 Punkte (von 27,4 auf 25,3 kg/m2).

Auch einige kardiovaskuläre Risikofaktoren verbesserten sich. Der Blutdruck sank um 4,5/3,1 mm Hg. Der insulinähnliche Wachstumsfaktor IGF 1 ging um 21,7 bis 46,2 ng/ml auf Werte zurück, die laut Longo mit einem verminderten Krebsrisiko assoziiert sind.

Triglyzeride, Cholesterin und der Nüchternblutzucker besserten sich ebenfalls, wobei die Effekte weitgehend auf Teilnehmer mit erhöhten Ausgangswerten beschränkt blieben. Bei Teilnehmern mit einem Triglyzeridwert von über 100 mg/dl kam es zu einem Rückgang um 19,1 mg/dl, bei einem Ausgangs LDL-Cholesterin von über 199 mg/dl kam es zu einem Rückgang um 6,2 mg/dl.

Die Unterschiede blieben allerdings unterhalb des Signifikanzniveaus, so dass der Beweis einer gesundheitsfördernden Wirkung streng genommen nicht gelungen ist. Die Studie war allerdings an gesunden Probanden durchgeführt worden. Der nächste Schritt könnte laut Longo eine große randomisierte klinische Studie sein, die die Auswirkungen von FMD an Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen untersuchen würde. 

Bisher ist unklar, wer diese Studie finanzieren könnte. Longo hat zwar zur Vermarktung der FMD eine Firma gegründet, die die Zutaten für die Diät als Fertignahrungsmittel anbietet (was bei Nahrungsergänzungsmitteln ohne FDA-Zulassung möglich ist). Die 5-Tages-Ration kostet laut Medienberichten 250 US-Dollar.

Die in den Packungen enthaltenen Gemüse-, Pilz und Tomatensuppen, Energy-Drinks, Sportriegel und Nussmischungen dürften allerdings für einen Bruchteil des Preises in jedem Supermarkt (oder auch im Reformhaus) erhältlich sein. Ein weiterer Bestandteil sind Vitamine und Spurenelemente, die Mangelzustände verhindern sollen. Interessenten sollten, vor allem wenn sie bereits Vorerkrankungen haben, die Diät nur unter ärztlicher Betreuung durchführen. © rme/aerzteblatt.de

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Avatar #648552
Nb1date
am Mittwoch, 22. Februar 2017, 09:25

Der übliche Heilpraktiker-Stuss

Heilpraktiker Jurisch

"...Haken an der Sache, diese Ernährungsform schmälert stark signifikant die Gewinne der Pharmaindustrie, kann nicht Patentiert werden, gefärdet Arbeitsplätze in der Forschung, der Zulieferindustrie für die Forschung und, wohl am schlimmsten an der ganzen Sache, die Ärzte müssten sich gründlichst in Sachen Ernährung bilden "
Avatar #688298
Heilpraktiker_Jurisch
am Dienstag, 21. Februar 2017, 10:51

wie immer...

könntem an sagen, macht man Studien, wo man eine schlechte Ernährung mit ein paar winzigen Veränderungen kombiniert mit der selben schlechten Ernährung vergleicht und dann zu bahnbrechenden neuen erkenntnissen gelangen will. Um die etwas modifizierte schlechte Ernährung den Menschen dann teuer verkaufen zu können. Sehr traurig!
Dabei gibt es längst tausende von Studien die eindeutig zeigen, das eine vollwertige, rein pflanzenbasierte, fettarme Ernährung signifikante Verbesserungen, wenn nicht sogar Heilung für eine große Zahl von chronischen Krankheiten bringt und eine signifikante Minderung des Risikos eines unnatürlichen frühen Ablebens. Aber da ist der Haken an der Sache, diese Ernährungsform schmälert stark signifikant die Gewinne der Pharmaindustrie, kann nicht Patentiert werden, gefärdet Arbeitsplätze in der Forschung, der Zulieferindustrie für die Forschung und, wohl am schlimmsten an der ganzen Sache, die Ärzte müssten sich gründlichst in Sachen Ernährung bilden lassen. Dazu haben sie aber keine Zeit, weil sie sich mehr um das bürokratische Abrechnungschaos mit den Krankenkassen kümmern müssen. Ach ja, und die Krankenkassen selbst sind natürlich auch nciht an gesunden Mitgliedern interessiert, weil, dann gibt es ja weniger aus Geld aus dem Krankenkassenausgleichsfond... wie schlecht wäre das denn...
LNS

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