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Medizin

Gastrointestinale Stromatumor: Häufiges Langzeitüberleben dank Imatinib

Dienstag, 21. Februar 2017

Portland/Oregon – Der gastrointestinale Stromatumor (GIST), ein unheilbares Sarkom, das früher innerhalb kurzer Zeit zum Tod führte, kann heute langfristig mit dem Kinase-Inhibitor Imatinib kontrolliert werden. In einer maßgeblichen Studie, die jetzt in JAMA Oncology (2017; doi: 10.1001/jamaoncol.2016.6728) veröffentlicht wurde, lebte jeder dritte Patient nach Diagnosenstellung noch acht Jahre oder länger, obwohl der Tumor bei der Diagnose bereits gestreut hatte. 

Der GIST gehört zu den Erfolgsgeschichten der Krebstherapie der letzten Jahre. Der Tumor wird zumeist erst in einem metastasierten Stadium entdeckt. Der Tumor ist hochgradig resistent gegen Zytostatika, und die Überlebenszeiten der Patienten betrugen unter einer konventionellen Chemotherapie median weniger als zwei Jahre.

Heute werden alle Patienten primär mit Imatinib behandelt. Der Kinase-Hemmer verhin­dert, dass die Treibermutation im Kit- oder PDGF-Rezeptor-alpha das Krebswachstum fördert. 

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Als die Southwest Oncology Group (SWOG) die Studie S0033 begann, war die gute Wirkung von Imatinib in Expertenkreisen bereits bekannt. Die Studie verglich lediglich zwei Dosierungen (400 und 800 mg/die) von Imatinib und verzichtete auf eine Kontrollgruppe. 

Wie Michael Heinrich vom Knight Cancer Institute in Oregon und Mitarbeiter jetzt berich­ten, haben von den 695 Patienten, die seit 2000 an der Studie teilnahmen, 189 Patien­ten acht Jahre oder länger überlebt. Darunter waren 95 Patienten, die mit 400 mg am Tag behandelt werden sowie 94, die täglich 800 mg einnehmen. Die Überlebensraten waren in beiden Gruppen gleich, was die heutige Dosisempfehlung von 400 mg/die bestätigt.

Die Überlebenschancen hängen von den Mutationen ab, die das Tumorwachstum vorantreiben. Am günstigsten waren die Ergebnisse bei Patienten mit einer KIT-Exon-11-Mutante. Hier betrug die mediane Überlebenszeit 66 Monate. Bei Patienten mit KIT-Exon-9-Mutation waren es nur 38 Monate. Bei der KIT-Exon-11-Mutante hing die Über­le­benszeit auch davon ab, ob es sich um eine Deletion (65 Monate), eine Inser­tion/Du­plikation (73 Monate) oder eine Punktmutation (66 Monate) handelte. 

Glücklicherweise entschied sich die Studienleitung, auch Patienten zu behandeln, bei denen keine Mutation gefunden wurde. Damals waren nur KIT-Mutationen als Ursache bekannt. Die übrigen Tumore wurden als „Wild-typ“ eingestuft. Später wurden auch bei den meisten „Wild-typ“-Tumoren Mutationen in anderen Genen (PDGF-Rezeptor-alpha) gefunden, die für die Krebsentstehung bedeutsam sind und die auch auf Imatinib an­sprechen. Die mediane Überlebenszeit der Patienten mit „Wild-typ“-GIST betrug 60 Monate. Hinzu kommt, dass die Genauigkeit der Tests sich verbessert hat. Die Forscher konnten die Tests in 20 archivierten Tumorproben wiederholen. Bei 17 Tumoren wurden mit neuen Tests Mutationen nachgewiesen, die vor Beginn der Behandlung übersehen wurden. © rme/aerzteblatt.de

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