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Pädophilie: Charité setzt Therapien für Teenager fort

Dienstag, 21. Februar 2017

Berlin – Die Berliner Charité setzt Therapien mit Jugendlichen fort, die sich sexuell zu Kin­dern hingezogen fühlen. Das Bundesfamilienministerium werde die Finanzierung die­ses Pilotprojekts für besseren Kinderschutz bis Ende des Jahres mit 200.000 Euro über­brücken, kündigte Staatssekretär Ralf Kleindiek heute in Berlin an. Ab 2018 greife ein Mo­dellprojekt der gesetzlichen Krankenkassen, um die auf Wunsch auch anonymen Be­handlungen zu finanzieren.

Das Projekt der Charité und der Kinder- und Jugendpsychiatrie der Berliner Vivantes-Kli­ni­ken gibt es seit 2014. Es richtet sich an 12- bis 18-jährige Jugendliche. Sie lernen in The­rapien zum Beispiel in Rollenspielen, ihre sexuellen Fantasien zu verstehen und ihre Handlungen zu kontrollieren.

Bisher meldeten sich 134 Teenager oder ihre Eltern hilfesu­chend an die Charité. Es ging allein um Jungen. 41 von ihnen begannen eine Therapie. Bisher habe nach der Thera­pie keiner dieser im Schnitt 15 Jahre alten Jungen Übergriffe begangen oder weitere Miss­brauchsdarstellungen angeschaut, sagte Projektleiter Klaus M. Beier. Das Ministe­rium finanzierte das Pilotprojekt bisher mit mehr als 600.000 Euro.

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Ein ähnliches Therapieangebot gibt es seit 2005 für Männer mit pädophilen Neigungen, die keine Übergriffe begehen wollen. Auch sie können ab 2018 eine Behandlung auf Krankenschein bekommen. © dpa/aerzteblatt.de

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