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Inkontinenzprodukte unzureichend, Kinderwagen enthalten krebserregende Schadstoffe

Mittwoch, 22. Februar 2017

Berlin – Geburt, Prostataerkrankungen oder Wechseljahre können die Blase schwächen. Hierzulande sind fast neun Millionen Menschen betroffen, Frauen häufiger als Männer. Vie­le von ihnen klagen, dass sie von ihrer Krankenkasse teils mit unzureichenden Pro­duk­ten versorgt werden. Die Stiftung Warentest hat nun 19 Inkontinenzprodukte im Labor und mit knapp 200 Probanden im Praxistest geprüft.

Knisternde Vorlagen oder unzuverlässige Windelslips müssen den Testern zufolge dem­nach grundsätzlich nicht sein. Sie betonen, dass zum Beispiel Produkte der Markenher­steller Hartmann und SCA (Tena) zuverlässig und diskret seien. Sie seien aber auch teu­rer als die Testverlierer.

„Gesetzlich Versicherten werden oft nur günstige Produkte erstattet – wer unzufrieden ist, sollte mit seiner Kasse oder dem Versorger verhandeln. Ausgerechnet die beste Pro­dukt­gruppe im Test – Einmalhosen, Pants genannt – werden von den Kassen in der Re­gel nicht erstattet“, kritisierte die Stiftung Warentest heute. Gerade unterwegs böten auf­saugende Hilfsmittel Schutz: Vorlagen, Windelslips und Pants.

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Die März-Ausgabe der Zeitschrift test veröffentlicht neben den Qualitätsurteilen auch Hinweise zum Umgang mit Inkontinenz, Krankenkasse und Arzt.

Flammschutzmittel überschreiten Grenzwerte

Kritisch sind auch die Testergebnisse bei Kinderwagen ausgefallen. Der Stiftung zufolge fanden sich in den Kindergriffen einiger Modelle deutliche Mengen verschiedener Schad­­stoffe, die vermutlich Krebs erzeugen könnten, teilten die Wa­ren­tester mit. Teil­weise sei ein Vielfaches des Grenzwertes des Flamm­schutzmittels Tris-Dichlorpropyl­phosphat (TDCPP) gemessen worden.

Die Tester erklärten, dass die Kombi-Kinderwagen sich für den Transport vom Säugling bis zum Kleinkind eignen sollen. „Doch sobald Kinder sitzen, halten sie sich auch an den Griffen fest und lutschen daran“, hieß es. Deshalb werden laut Stiftung Warentest bei Tests von Kinderwagen für Materialien, die vom Kind erreichbar sind, in der Regel die­selben Grenzwerte festgelegt wie für Kleinkinderspielzeug. Nicht nur die Schadstoffe bergen Risiken, wie die Tester erklärten. Bei einigen Kinder­wagen könnten Sitze falsch eingesetzt werden und kippen.

Die Stiftung hat für die März-Ausgabe zwölf Kombi-Kinderwagen zu Preisen von 299 bis 1080 Euro geprüft. Die Ergebnisse sind unter www.test.de/kinderwagen veröffentlicht. © may/kna/aerzteblatt.de

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