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Keine Personalreserven in der Altenpflege

Freitag, 24. Februar 2017

/dpa

München – Im Oktober 2016 gab es in ganz Bayern gerade einmal 199 arbeitslose Alten­pflegefachkräfte. Das ist das Ergebnis einer Studie des Deutschen Instituts für Pflege­for­schung (DIP), die jetzt beim Symposium des Kuratoriums Wohnen im Alter (KWA) vor­ge­stellt wurde.

Demnach kamen im Freistaat auf eine arbeitslos gemeldete Altenpflegekraft bis zu 68 offen gemeldete Stellen. Vor diesem Hintergrund rät das DIP Pflegeeinrichtungen, sich gezielt auf die Entwicklung des eigenen Personals sowie einer hohen Mitarbeiter­zufrie­den­heit zu konzentrieren.

Personelle Reserven sieht DIP-Studienautor Michael Isfort lediglich darin, beispielsweise aus einer 60-Prozent-Stelle eine 75-Prozent-Stelle zu machen. Für Heime in Ober­bayern oder Schwaben gebe es diesbezüglich jedoch nur wenig Potenzial. Denn hier liegen die Vollzeitquoten bereits bei 78 Prozent (Oberbayern) und bei 93 Prozent (Schwaben).

Auch der Raum München steht laut Studie vor enormen Herausforderungen. Denn der Er­­satzbedarf in der Altenpflege ist derzeit drei Mal so groß wie die Zahl qualifizierter Be­rufs­einsteiger nach der Ausbildung. „Es fehlen hier schlichtweg die notwendigen Schul­plät­ze. Und das, obwohl beispielsweise im Landkreis München von 2015 bis 2030 die Zahl der über 80-Jährigen um 75 Prozent steigen wird“, verweist Isfort auf demogra­fische Prognosen.

Vor diesem Hintergrund empfiehlt er dringend, trägerübergreifende regionale Allianzen zur Gewinnung und Qualifikation von Mitarbeitern für die Pflege zu schaffen statt mit „Ab­werbeprämien und Kopfgeldern“ um Mitarbeiter zu kämpfen. © hil/sb/aerzteblatt.de

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