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Medizin

Schlaganfall: Verlängertes Langzeit-EKG erkennt Vorhofflimmern häufiger

Montag, 27. Februar 2017

dpa

Göttingen – Die Chance, ein Vorhofflimmern zu diagnostizieren, das bei vielen Patienten nur zeitweise auftritt, kann durch die Verlängerung des EKG-Monitorings von 24 Stun­den auf zehn Tage deutlich gesteigert werden. Dies zeigt eine randomisierte kontrollierte Studie in Lancet Neurology  (2017; doi: 10.1016/S1474-4422(17)30002-9).

Das Vorhofflimmern ist eine wichtige Ursache für den Schlaganfall. Ein EKG gehört deshalb zu den Standarduntersuchungen aller Schlaganfallpatienten, da eine orale Antikoagulation häufig einen zweiten Apoplex verhindern kann. Üblich ist ein 24-Stunden-EKG, mit dem ein Vorhofflimmern jedoch nur selten erkannt wird. Eine randomisierte Studie an vier Kliniken in Deutschland hat deshalb untersucht, ob sich durch die Verlängerung des EKGs auf zehn Tage die Zahl der Patienten, bei denen ein Vorhofflimmern erkannt wird, steigern lässt.

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Dies war tatsächlich der Fall. Wie Rolf Wachter, Universität Göttingen und Mitarbeiter berichten, wurde in der Gruppe mit dem 10-Tages-EKG drei Mal häufiger Vorhof­flimmern gefunden (13,5 Prozent) als in der Gruppe mit Standarddiagnostik (4,5 Prozent). Der absolute Unterschied von 9,0 Prozentpunkten war mit einem 95-Prozent-Konfidenzintervall von 3,4 bis 14,5 hochsignifikant und es bedeutet, dass auf elf Untersuchungen mit dem Langzeit-EKG bei einem Patienten zusätzlich ein Vorhof­flimmern gefunden wird, das sonst übersehen wurde.

Diesen Patienten kann dann eine orale Antikoagulation angeboten werden, die mög­licherweise einen zweiten Schlaganfall verhindert. Laut Wachter traten bei den Patienten, die das Langzeit-EKG bekamen, zu 40 Prozent weniger erneute Schlag­anfälle oder ihre Vorstufe TIA (transitorisch ischämische Attacke) auf. Das Team plant jetzt eine weitere größere Studie mit 5.000 Teilnehmern. Sie soll endgültig belegen, dass das Langzeit-EKG durch eine verbesserte Behandlung die Morbidität und Mortalität am Schlaganfall senkt. © rme/aerzteblatt.de

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nabilabdulkadirdeeb.germany
am Donnerstag, 22. Februar 2018, 10:01

Vorhofflimmern ist ein Hauptrisikofaktor für wiederkehrende ischämische Schlaganfälle, bleibt aber bei Patienten mit akutem ischämischem Schlaganfall oft nicht diagnostiziert.


Vorhofflimmern ist ein Hauptrisikofaktor für wiederkehrende ischämische Schlaganfälle, bleibt aber bei Patienten mit akutem ischämischem Schlaganfall oft nicht diagnostiziert. Erweiterte und verlängerte Holter-Elektrokardiogramm-Überwachung könnte die Erkennung von Vorhofflimmern erhöhen. Es wurde daher untersucht , ob eine verbesserte und verlängerte Rhythmusüberwachung für die Erkennung von Vorhofflimmern bei Patienten mit akutem ischämischem Schlaganfall besser geeignet ist als die Standardbehandlung.

Bei Patienten mit akutem ischämischem Schlaganfall, die 60 Jahre oder älter waren, war die frühzeitige und erweiterte Überwachung besser als die Standardbehandlung zum Nachweis von Vorhofflimmern. Diese Befunde sprechen dafür, dass alle Patienten ab 60 Jahren mit Schlaganfall für eine längere Überwachung in Betracht gezogen werden, wenn der Nachweis von Vorhofflimmern zu einer Änderung der medizinischen Behandlung führen würde (z. B. Einleitung einer Antikoagulation).

Holter-Elektrokardiogramm-Überwachung bei Patienten mit akutem ischämischem Schlaganfall (Find-AF RANDOMIZED ): eine offene, randomisierte, kontrollierte Studie

http://www.thelancet.com/journals/laneur/article/PIIS1474-4422(17)30002-9/abstract

Mit freuendlichen Gruessen
Ihr
Nabil Abdul Kadir DEEB ;
Arzt . médecin . doctor .
P.O. Box 20 10 53 ;
53140 Bonn - Bad Godesberg :
GERMANY
e.mail:
nabilabdulkadirdeeb.germany@gmail.com

LNS

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